Lohngleichheit
«We pay fair»-Label: SBB und BLS zahlen Frau und Mann praktisch gleich viel Lohn

Die SBB und die BLS mitsamt ihren Güter-Töchtern erhalten für die Entlöhnung ihrer Mitarbeitenden das Label «We pay fair». Die Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann werden kleiner.

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Die SBB konnte sich bei der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann verbessern. (Symbolbild)

Die SBB konnte sich bei der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann verbessern. (Symbolbild)

Keystone

Im vergangenen Jahr fanden bei der SBB, bei SBB Cargo, bei der BLS und bei BLS Cargo Analysen zur Lohngleichheit zwischen Frau und Mann statt. Sämtliche Unternehmen erhielten das Label «We pay fair»: Ihre Werte lagen unter der vom Bund festgelegten Toleranzgrenze von 5 Prozent. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) beurteilte das Resultat denn auch als «akzeptabel bis erfreulich», wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Die Lohnungleichheit bei der SBB betrug im vergangenen Jahr 0,4 Prozent zuungunsten der Frauen. Dies ermittelte das Kompetenzzentrum für Diversity und Inklusion der Universität St. Gallen (CCDI), die das Label ausstellt. Im Jahr 2019 betrug der Wert noch 1,7 Prozent. «Diese Verbesserung ist erfreulich und darauf zurückzuführen, dass die SBB inzwischen den Unterschieden nochmals nachgegangen ist und unter anderem auch die Einstufung bei Stellenantritt geprüft hat», wird SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger in der Mitteilung zitiert.

Bei der SBB Cargo gab es eine unerklärte Lohndifferenz von 1,1 Prozent zwischen den Geschlechtern und bei der BLS eine von 1,5 Prozent. Die Differenz bei der BLS Cargo liegt bei 1,6 Prozent. Als Grund für das gute Abschneiden führt Spalinger die Lohnsysteme der Bahnunternehmen an. «Solche machen Diskriminierungen grundsätzlich schwieriger», sagte sie. «Bei Unternehmen ohne Lohnsystem ist die Lohngleichheit allgemein schlechter.» (abi)

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