Lebensmittelkonzern
Nestlé steigert dank Kaffee und Tierfutter Gewinn und erhöht Wachstumsprognose

Der Nettogewinn des Nahrungsmittelkonzerns hat sich im ersten Halbjahr um rund ein Prozent auf 5,9 Milliarden Franken erhöht. Für 2021 rechnet Nestlé mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent.

Gabriela Jordan
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Nestle's CEO Ulf Mark Schneider während einer Pressekonferenz im Jahr 2018 in Vevey.

Nestle's CEO Ulf Mark Schneider während einer Pressekonferenz im Jahr 2018 in Vevey.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Kaffee, Tierfutter, Vegi-Burger und Süssigkeiten: Insbesondere dank dieser Produktegruppen konnte Nestlé in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zulegen. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent auf 41,8 Milliarden Franken, der Nettogewinn erhöhte sich um gut 1 Prozent auf 5,9 Milliarden Franken. Für 2021 korrigiert der Nahrungsmittelkonzern aus Vevey nun seine Prognose und rechnet mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent. Bislang hatte er ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Die Produktkategorie Kaffee wuchs vergleichsweise am stärksten, was vor allem auf die starke Nachfrage nach den drei Hauptmarken Nescafé, Nespresso und Starbucks zurückzuführen ist. Der Umsatz von Nespresso kletterte auf über 3,1 Milliarden Franken (+14,3 Prozent), jener der Starbucks-Produkte auf 1,4 Milliarden (+16,7 Prozent).

Auch die Kategorien Tierfutter für Haustiere (Marke Purina), pflanzenbasierte und vegetarische Produkte (vor allem Marke Garden Gourmet) sowie das Süsswarengeschäft erzielten ein zweistelliges Wachstum. Hingegen verbuchte Säuglings- und Babynahrung einen Umsatzrückgang. Laut Nestlé ist dies auf rückläufige Geburtenraten im Zusammenhang mit der Pandemie zurückzuführen.

«Die meisten Regionen und Produktkategorien verzeichneten ein kräftiges organisches Wachstum», lässt sich CEO Mark Schneider in der Medienmitteilung zitieren. «Die Dynamik der Einzelhandelsumsätze war robust und die Verkäufe an Betriebe für die Verpflegung ausser Haus kehrten zu Wachstum zurück.» Mit anderen Worten: Aufgrund der Lockerungen in vielen Teilen der Welt verschob sich der Konsum wieder aus den eigenen vier Wänden nach draussen.

Auch das Wassergeschäft kehrte laut Mitteilung zu einem positiven Wachstum zurück. Seit einer Weile richtet der Waadtländer Konzern dieses neu aus und verkauft einen Grossteil der US-Sparte – wodurch er sein Wassergeschäft beinahe halbiert. Grund dafür ist die starke Konkurrenz durch US-Billigmarken. Mit dem Fokus auf die Premiummarken S. Pellegrino und Perrier konnte insgesamt nun wieder ein leichtes organisches Wachstum (+3,6 Prozent) erzielt werden. Gegenüber dem Vorjahr sank der Umsatz jedoch von 3,2 auf 2,3 Milliarden Franken.

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