Konsum
Wegen Corona: Schweizer Shoppingcenter verlieren 1 Milliarde an Umsatz

Die Coronakrise hat den Schweizer Shoppingcenter hart zugesetzt. Sie verloren im vergangenen Jahr rund 1 Milliarde Franken an Umsatz. Vor allem Center mit einem hohen Non-Food-Angebot mussten leiden.

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Je nach Ausrichtung litten die Shoppingcenter mehr oder weniger unter der Coronapandemie. (Symbolbild)

Je nach Ausrichtung litten die Shoppingcenter mehr oder weniger unter der Coronapandemie. (Symbolbild)

Keystone

Der Umsatz der rund 190 Schweizer Shoppingcenter ging im vergangenen Jahr um rund 1 Milliarde Franken zurück. Das entspricht 5,8 Prozent, wie der Swiss Council of Shopping Places am Donnerstag mitteilte. Vor allem während des ersten Lockdowns vom 16. März bis zum 11. Mai litten die Konsumtempel erheblich: Gemäss ihren Berechnungen habe die Umsatzeinbusse in dieser Zeit rund 1,87 Milliarden Franken betragen.

Danach konnten die Center jedoch einen Teil der entgangenen Umsätze wieder wettmachen. Vor allem Branchen wie Lebensmittel, Heimelektronik, Bau und Hobby oder Wohnungseinrichtung hätten durch eine massiv höhere Nachfrage oder einen grossen Nachholbedarf sogar Umsatzrekorde erzielt, wie es weiter heisst.

Allerdings profitierten nicht alle Centertypen gleich davon. Gemäss dem Swiss Council of Shopping Places war der Umsatzeinbruch bei eher kleineren und ländlichen Nahversorgungs-Centern mit einem hohen Lebensmittelanteil wesentlich geringer. Grosse Center mit einem hohen Non-Food-Angebot wie Mode und Bekleidung oder Center mit Schwerpunkt im Erlebnis-, Freizeit- und Gastronomiebereich litten hingegen stärker unter der Pandemie. (abi)