Konjunktur
Schweizer Wirtschaft erholt sich rascher als erwartet

Die Wirtschaft läuft wieder fast wie geschmiert. Gemäss Prognosen der ETH-Konjunkturforscher hat sie den Coronadämpfer nahezu wettgemacht. Damit kehrt die Wirtschaft zurück auf ihren Wachstumspfad.

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Es werde Licht: Die dunklen Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel sind schon fast verschwunden. (Symbolbild)

Es werde Licht: Die dunklen Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel sind schon fast verschwunden. (Symbolbild)

Keystone

«Der Aufschwung ist da – früher und stärker als bislang erwartet.» Dieses Fazit zieht die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Prognose wird das Schweizer Bruttoinlandprodukt in diesem Jahr um vier Prozent wachsen. Das wäre die höchste Wachstumsrate seit 2007. Für 2022 erwartet die KOF ein Plus von 2,8 Prozent. Damit dürfte die Wirtschaftsleistung bereits im aktuellen Quartal ihr Vorkrisenniveau überschreiten, heisst es in einer Mitteilung.

Die Schweizer Wirtschaft sei kurz davor, noch in diesem Quartal den massiven Einbruch wettzumachen, den die Folgen der Pandemie verursacht hätten, schreiben die Forscher. Der langfristige Verlust der Wertschöpfung würde dann gering ausfallen und bliebe auf einige besonders von der Pandemie betroffene Branchen beschränkt.

Grund für die positive Entwicklung sei die deutlich bessere epidemiologische Lage in den letzten Wochen, konstatieren die Forscher. Der Abbau der Coronamassnahmen führe zu einem Anstieg des privaten Konsums, der vor allem im Dienstleistungssektor zu einem «kräftigen Wertschöpfungsplus» führe. Gefragt sind aber auch Schweizer Güter im Ausland. Nach einer Delle im ersten Quartal dürften die für die Schweiz wichtigen Volkswirtschaften kräftig wachsen.

Aus Sicht der KOF dürfte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannen. Es sei zu erwarten, dass sich bis zum Herbst kaum noch Beschäftigte in Kurzarbeit befinden werden. (rwa)

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