Konjunktur
Erholung für Schweizer Wirtschaft ist in Sicht

Die Schweizer Wirtschaft wird im dritten Quartal dieses Jahres wieder das Niveau vor der Coronakrise erreichen. Davon geht die Konjukturprognose der KOF aus.

Merken
Drucken
Teilen
Die Industrie sendet starke Wachstumsimpulse für die Wirtschaft aus.

Die Industrie sendet starke Wachstumsimpulse für die Wirtschaft aus.

Keystone

(abi) Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) geht davon aus, dass sich sowohl die globale Wirtschaft als auch diejenige der Schweiz allmählich erholt. In der Schweiz soll sie bereits im dritten Quartal wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Taktgeber bleibe aber auch in diesem Jahr das Coronavirus, teilte die KOF am Donnerstag mit.

Konkret erwartet die KOF neu ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3 Prozent – knapp 1 Prozentpunkt mehr als bisher angenommen. Die stärksten Wachstumsimpulse kommen aus den Sektoren Industrie und Staat sowie aus den konsumentennahen Dienstleistungen. Im kommenden Jahr soll es dann ein Wachstum von 2,8 Prozent sein. Hier wurden die Erwartungen um knapp 1 Prozentpunkt nach unten geschraubt.

Erholung setzt ab dem zweiten Quartal ein

Bis es soweit ist, wird die Schweizer Wirtschaft aber nochmals von Corona getroffen, wenn auch weniger stark als bisher befürchtet. Die KOF rechnet daher für das erste Quartal mit einem Rückgang des BIP. Dabei dürfte das Gastgewerbe nochmals besonders getroffen werden. Demgegenüber zeigen sich die Industriefirmen widerstandsfähig: Gemäss KOF werden sie ihre Produktion im ersten Quartal steigern können. Ab dem zweiten Quartal soll dann eine gesamtwirtschaftliche Erholung einsetzen, die auch dem Arbeitsmarkt Auftrieb gibt.

Die Inflation bleibt gemäss KOF moderat, auch wenn sich die Prognose wegen des höheren Erdölpreises, des leicht nachlassenden Frankenkurses und der etwas günstigeren Einschätzung der Wirtschaftslage nach oben verschiebt. Die KOF erwarte eine durchschnittliche Inflation von 0,3 für das laufende und 0,4 Prozent für das kommende Jahr. Zudem würden die Staatsschulden im Verhältnis zum BIP auf rund 30 Prozent steigen. Die Schuldenquote sei damit im internationalen Vergleich noch immer recht tief, betont die KOF.