Universität Luzern
Kamera-Filter und digitale Anproben: Augmented Reality in der Schweiz auf dem Vormarsch

Rund die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer hat schon einmal eine sogenannte Augmented-Reality-Anwendung genutzt. Laut einer Studie der Universität Luzern hat die Technologie noch viel Potenzial.

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Das Handy-Game «Pokemon Go» beispielsweise funktioniert mit Augmented Reality. (Symbolbild)

Das Handy-Game «Pokemon Go» beispielsweise funktioniert mit Augmented Reality. (Symbolbild)

Keystone

Passt diese Sonnenbrille zu meiner Gesichtsform? Wie sieht das Sofa neben meinem Teppich aus? Augmented Reality - zu deutsch: erweiterte Realität - macht es möglich, diese Fragen zu beantworten, ohne dass der Kunde dazu das Haus verlassen muss. Per Handy- oder Laptopkamera kann zum Beispiel das gewünschte Produkt gleich direkt vor Ort angezeigt werden.

Augmented Reality ist in der Schweiz schon auf dem Vormarsch. Eine am Montag publizierte Studie der Universität Luzern zeigt, dass rund die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer bereits eine entsprechende Anwendung genutzt hat. Wiederum die Hälfte der Nutzer wissen aber nicht, dass es sich dabei um Augmented-Reality-Technologie handelt.

Navigation durch unbekannte Orte denkbar

Zu den meistgenutzten Anwendungen gehören laut der Studie Gesichtsfilter in sozialen Medien, das virtuelle Anzeigen von Bergnamen oder Abstandsmessungen in Innenräumen, wie die Universität schreibt. Knapp 30 Prozent der Befragten gaben demnach an, Anwendungen zur Darstellung von Produkten genutzt zu haben.

Hier sieht Studienleiter Reto Hofstetter Potenzial: «Konsumentinnen und Konsumenten können sich dadurch ein erstes Bild von dem Produkt machen, ohne zuvor in ein Geschäft fahren zu müssen», wird er in der Mitteilung zitiert. Bisherige Nutzerinnen könnten sich zudem vorstellen, Augmented-Reality-Anwendungen bei der Navigation an neuen Orten wie Bahnhöfen zu verwenden.

Allgemein sieht Hofstetter die erweiterte Realität jedoch noch in den Anfängen. Wie sich das Potenzial für den Schweizer Markt entwickelt, sei schwierig abzuschätzen, weil sich deren Anwendungsfeld stetig erweitere. (agl)

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