JahresergebniS
Neuausrichtung belastet Ergebnis von Meyer Burger

Meyer Burger schliesst das Geschäftsjahr 2020 negativ ab. Der Grund dafür sei die strategische Neuausrichtung des Unternehmens zum Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen.

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Meyer Burger will zum Global Player in der Herstellung von Solarzellen werden.

Meyer Burger will zum Global Player in der Herstellung von Solarzellen werden.

Keystone

(dpo) Meyer Burger erzielte 2020 einen Umsatz von 90,5 Millionen Franken, was einem deutlichen Rückgang um 65,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies sei auf die strategische Neuausrichtung des Unternehmens zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Meyer Burger gab zuvor im Juni 2020 bekannt, dass es sich von einem Maschinenanbieter zum Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen entwickeln wolle.

Dementsprechend widerspiegle die laufende Neuausrichtung die Entwicklung des Geschäftsjahrs 2020, dessen Auftragseingang, Umsatz und Margen sich noch auf das bisherige Geschäft als Anlagenhersteller beziehen würden. Insgesamt schliesst Meyer Burger das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von 64,5 Millionen ab. Dazu hätten regelmässige Abschreibungen, Einzelwertberichtigungen auf nicht mehr genutzten Anlagen sowie ein Verlust aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beigetragen.

Auftrieb für Solarindustrie erwartet

CEO Gunter Erfurt bekräftigt in der Mitteilung das Ziel, «europäischer Marktführer und Global Player in der Herstellung von hocheffizienten Zellen und Modulen zu werden». Dabei erwartet der Konzern, dass der europäische Green Deal, die Wahl von Joe Biden zum Präsidenten der USA und die Neuausrichtung der Wirtschaft nach der Coronakrise der Solarindustrie weltweit einen Auftrieb verleihe.

Bis Anfang 2022 will Meyer Burger insgesamt mindestens 180 Millionen an Fremdkapital aufnehmen und auf dieser Basis einen 2023 einen Jahresumsatz von 400-500 Millionen Franken erzielen.

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