Industrie
Verkauf an lokale Betreiber: OC Oerlikon zieht sich aus Russland zurück

OC Oerlikon verabschiedet sich aus Russland: Der Schweizer Industriekonzern verkauft sein Geschäft an lokale Betreiber. Die neuen Inhaber werden die Geschäfte unabhängig weiterführen.

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Der Industriekonzern Oerlikon zieht sich aus dem russischen Markt zurück.

Der Industriekonzern Oerlikon zieht sich aus dem russischen Markt zurück.

Keystone

Oerlikon habe mit dem Managementteam vor Ort eine Übereinkunft zum Verkauf aller Standorte in Russland getroffen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Betroffen sind sechs Standorte mit insgesamt 48 Mitarbeitenden. Finanziell kann der Konzern mit Sitz im schwyzerischen Pfäffikon den Verkauf verschmerzen: Der Umsatz des Russland-Geschäfts belief sich im vergangenen Jahr auf weniger als fünf Millionen Franken, wie es weiter heisst.

Der Verkauf ist eine Reaktion auf die russische Invasion der Ukraine. Oerlikon hatte deswegen bereits Anfang März «sämtliche grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen» mit Russland eingestellt. Nun stelle Oerlikon in einem abschliessenden Schritt auch ihre Geschäftstätigkeit innerhalb Russlands ein, heisst es weiter.

Der Industriekonzern folgt damit anderen Schweizern Unternehmen, die ihr Russland-Geschäft ebenfalls abgestossen haben. Der Schweizer Zement- und Baustoffkonzern Holcim gab beispielsweise bereits Ende März bekannt, das Russland-Geschäft aufgeben zu wollen. Die Zurich-Gruppe zog sich Mitte Mai aus dem russischen Markt zurück. (abi)