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Ein neues Hoch: Ukraine-Krieg lässt Hypozinsen steigen

Die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken erreichen mitten im Ukraine-Krieg ein neues Hoch. Auch die Zinssätze für andere Laufzeiten könnten bald neue Höchststände erklimmen.

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Der Hypothekarzins-Index von moneyland.ch kletterte auf den höchsten Stand seit 2018. (Symbolbild)

Der Hypothekarzins-Index von moneyland.ch kletterte auf den höchsten Stand seit 2018. (Symbolbild)

Keystone

Der Hypothekarzins-Index von moneyland.ch notierte Mitte Februar bei 1,38 Prozent für fünfjährige Festhypotheken und 1,66 Prozent für zehnjährige. Damit erreichte der Index den höchsten Stand seit 2018, wie der Online-Vergleichsdienst am Mittwoch mitteilte.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar verbilligten sich die Hypozinsen zunächst und lagen Anfang März bei 1,20 Prozent für fünfjährige beziehungsweise 1,55 Prozent für zehnjährige Festhypotheken. In der letzten Woche stiegen diese jedoch wieder stark an, so moneyland.ch. Festhypotheken mit zehnjähriger Laufzeit erreichten gar ein neues Hoch. Am Dienstag standen die Zinssätze von fünfjährigen Hypotheken bei 1,35 Prozent und von zehnjährigen bei 1,73 Prozent.

Gemäss, Felix Oeschger, Analyst bei moneyland.ch, spricht derzeit vieles dafür, dass es in der Schweizer Geldpolitik zu baldigen Leitzinserhöhungen kommen wird: «Der Krieg in der Ukraine heizt die ohnehin schon hohe Inflation weiter an, was für eine Straffung der Geldpolitik beziehungsweise für Zinsanhebungen spricht.» Wie genau sich die US-Notenbank Federal Reserve, die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank verhalten werden, hänge letztlich auch von der weiteren Entwicklung der Ukraine-Krise ab. (dpo)