Hautkrebs bekämpfen
Sonnencreme reicht nicht: Suva will Arbeitnehmende besser vor UV-Strahlung schützen

Wer draussen arbeitet, ist besonders gefährdet, an hellem Hautkrebs zu erkranken. Die Suva will mit einer Sensibilisierungskampagne dafür sorgen, dass Angestellte besser geschützt werden.

Alice Guldimann
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Die Suva will mit dem Mythos aufräumen, dass man oben ohne weniger heiss hat. (Symbolbild)

Die Suva will mit dem Mythos aufräumen, dass man oben ohne weniger heiss hat. (Symbolbild)

Keystone

Brennt die Sonne in den Sommermonaten heiss vom Himmel, sind viele Menschen froh, wenn sie nicht zu lange draussen sein müssen. Wer im Garten oder auf der Baustelle arbeitet, kann sich das aber meist nicht aussuchen. Dachdecker oder Strassenbauer können mehr als doppelt so viel UV-Strahlung ausgesetzt sein, wie während Freizeit und Ferien zusammen. Das schreiben die Suva, die Krebsliga Zürich, der Branchenverband Gebäudehülle Schweiz und das Bauunternehmen AEZ AG in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Organisationen wollen vermehrt auf die Gefahren von UV-Strahlung aufmerksam machen, denen all jenen, die draussen arbeiten, vermehrt ausgesetzt sind. Sie seien überdurchschnittlich gefährdet, an hellem Hautkrebs zu erkranken. Sonnencreme alleine reiche nicht aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Um besonders gefährdete Stellen wie die Stirn, die Nase oder den Nacken zu schützen, brauche es die richtige Kleidung.

Mythos von oben ohne

Aufräumen wollen die Suva und der Branchenverband auch mit dem Mythos, dass man weniger heiss hat, wenn man weniger anhat. «Kleidung schützt beim Arbeiten nicht nur von UV-Strahlung, sondern auch vor Hitze», wird Roland Krischek, Fachexperte bei der Suva, in der Mitteilung zitiert. Könne der Arbeitsplatz nicht beschattet werden, bestehe der optimale Schutz aus Sonnencreme, optimaler Kleidung sowie einer Kopfbedeckung mit Stirnblende und Nackenschutz.

Grundsätzlich seien Arbeitgebende dazu verpflichtet, ihre Angestellten vor Berufskrankheiten zu schützen. Das gelte auch im Falle des UV-Schutzes, heisst es in der Mitteilung. Die Angestellten müssten entsprechend ausgerüstet werden und sich dafür einsetzen, dass der Schutz auch richtig angewandt wird. Dennoch sei es wichtig, auch auf Arbeitnehmerseite zu sensibilisieren.

Insbesondere auch Lernende sollten ein Bewusstsein für die Gefahren erhalten, da die Haut von Jugendlichen besonders empfindlich sei. Die Suva will nun in den Sommermonaten verschiedene Baustellen in der Schweiz besuchen und mit einer UV-Kamera aufzeigen, wie wirkungsvoll ein guter UV-Schutz sein könne.

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