Geschwächte Betriebe
Investitionsbedarf in Milliardenhöhe: Tourismusbranche fordert Unterstützung durch den Bund

Der Schweizer Tourismussektor rechnet in den kommenden Jahren mit einem riesigen Investitionsbedarf. Weil die Betriebe jedoch wegen der Coronakrise geschwächt sind, soll jetzt auch der Bund einspringen.

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In den kommenden Jahren kommt ein hoher Investitionsbedarf auf die Schweizer Tourismusbranche zu. (Symbolbild)

In den kommenden Jahren kommt ein hoher Investitionsbedarf auf die Schweizer Tourismusbranche zu. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Der Investitionsbedarf im Tourismus betrage in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Franken, schreibt Nicolo Paganini, Nationalrat und Präsident des Schweizer Tourismus-Verbands am Sonntag auf Anfrage von CH Media. Die Investitionen fallen unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit an. Gleichzeitig seien viele Betriebe aufgrund der Coronakrise geschwächt und hätten eine zu geringe Verschuldungskapazität, um diese Investitionen zu stemmen, so Paganini.

«Die Vertreter des Tourismussektors sind sich einig, dass neben Gemeinden und Kantonen auch der Bund mit geeigneten Instrumenten Hand bieten sollte, um die touristischen Leistungsträger bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen», schreibt der Verbandspräsident. Hans Wicki, FDP-Ständerat und Präsident des Seilbahnverbands, sprach gegenüber der «Sonntagszeitung» von drei Milliarden Franken an Förderbeiträgen.

Dabei handle es sich laut Paganini aber um keine offizielle Zahl des Tourismus-Verbandes. Mit welchen Instrumenten und in welcher Höhe die Unterstützung durch den Bund erfolgen soll, sei zur Zeit Gegenstand interner Arbeiten und Diskussionen.



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