Flugverkehr
Flughafen Zürich und Kantonsregierung wollen zwei Pisten verlängern

Die Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich sollen verlängert werden. Dies soll zu einer höheren Sicherheit und geringerer Lärmbelastung am Abend führen. Dem Projekt weht bereits grüner Gegenwind entgegen.

Dario Pollice
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Zwei Pisten am Flughafen Zürich sollen verlängert werden, um die Sicherheit zu erhöhen. (Symbolbild)

Zwei Pisten am Flughafen Zürich sollen verlängert werden, um die Sicherheit zu erhöhen. (Symbolbild)

Keystone

Die sich kreuzenden Pisten und Flugrouten seien eine grosse Herausforderung für die Flugsicherheit am Flughafen Zürich. Um die Sicherheit des Pistensystems zu verbessern, will der Flughafen daher die Pisten 28 und 32 verlängern, wie die Staatskanzlei des Kantons Zürich am Donnerstag mitteilt.

Konkret soll die Piste 28 um 400 Meter auf eine Gesamtlänge von 2900 Metern und die Piste 32 um 280 Meter auf eine neue Länge von 3580 Metern ausgebaut werden. Die Gesamtkosten schätzt der Kanton auf und 250 Millionen Franken. Diese werden von der Flughafen Zürich AG getragen.

Beschluss untersteht fakultativen Referendum

Nebst der allgemeinen Verbesserung der Sicherheitsmarge haben die Pistenverlängerungen zum Ziel, die Stabilität und damit auch die Pünktlichkeit des Flugbetriebs zu verbessern, heisst es auf. und damit ebenfalls die Verspätungen am Abend zu reduzieren. Der Flughafen Zürich erhofft sich gemäss eigenen Angaben zudem einen Rückgang der Lärmbelastung abends, da weniger Landungen aus dem Süden nötig sind.

Die Kosten der Pistenverlängerungen sollen rund 250 Millionen Franken betragen.

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Der Zürcher Regierungsrat hat grünes Licht für ein Plangenehmigungsgesuch beim Bund gegeben. Er beantragt dem Kantonsparlament, der Pistenverlängerung zuzustimmen. Aber: Der Kantonsratsbeschluss untersteht dem fakultativen Referendum, wie die Staatskanzlei mitteilt. Unabhängig davon, wie sich das Kantonsparlament also entscheidet: Das letzte Wort dürften die Zürcher Stimmberechtigten haben.

Grüner Gegenwind

Die FDP Kanton Zürich begrüsst den Entscheid der Kantonsregierung. Aus Sicht der Liberalen wäre es «unverantwortlich, sich gegen diese Verbesserung der Sicherheit zu stellen», wie sie in einer Stellungnahme schreiben. Zudem nähme die Anzahl von Fluglärm belasteten Personen ab.

Gegenwind weht dem Projekt von den Grünen entgegen. Regierungsrat und Flughafen würden das Ausbauprojekt vorantreiben, als «gäbe es keine Corona- und keine Klimakrise», heisst es in einer Mitteilung. Auf ein künftiges Wachstum des Flugbetriebs über das Niveau von 2019 zu spekulieren, sei nicht nur ökologisch falsch, sondern auch wirtschaftlich fragwürdig.

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