Finanzmarkt
Vermögensverwaltung: Schweiz bleibt international die Nummer eins

2020 war das Neugeldwachstum hierzulande langsamer als im internationalen Vergleich. Trotzdem bleibt die Schweiz in der Vermögensverwaltung global führend.

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In der Vermögensverwaltung ist die Schweiz trotz geringerem Wachstum nach wie vor Spitze. (Symbolbild)

In der Vermögensverwaltung ist die Schweiz trotz geringerem Wachstum nach wie vor Spitze. (Symbolbild)

Keystone

Kein anderes Land zieht mehr Geld von internationalen Privatkunden an als die Schweiz: 2,6 Billionen US-Dollar waren es im vergangenen Jahr. Damit konnte die Schweiz ihre Spitzenposition im Markt für internationale Vermögensverwaltung halten, wie eine am Donnerstag publizierte Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte zeigt.

Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit bleibt die Schweiz gemäss der Auswertung an der Spitze, dicht gefolgt von Singapur und Hongkong. Allerdings hält der Bericht auch fest, dass die Schweiz mit der allgemeinen Marktentwicklung in der Vermögensverwaltung nicht Schritt halten konnte. Während der internationale Markt 2020 mit 10,6 Prozent das stärkste Wachstum der letzten zehn Jahre aufwies, erreichte die Schweiz ein Wachstum von 7,3 Prozent.

Gemäss Deloitte konnte die Schweiz im vergangenen Jahr netto keine nennenswerten Neugelder anziehen. Der absolute Anstieg des Marktvolumens sei vor allem auf die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar während der Pandemie zurückzuführen. Wollen Schweizer Vermögensverwalter nicht hinter ihre Konkurrenz zurückfallen, müssen sie neue Modelle für die digitale Interaktion mit den Kunden entwickeln und ihr Produktangebot weiterentwickeln, so die Analysten von Deloitte. (dpo)

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