Finanzausgleich
5,6 Milliarden Franken im Topf: Am meisten zahlen Zürich und Zug – Bern und Wallis profitieren

Der Topf wird grösser: Die Ausgleichszahlungen zwischen den Kantonen sollen 2023 um 5,5 Prozent steigen. Grund dafür sind wachsende Ungleichheiten und eine insgesamt grössere Wirtschaftskraft.

Ann-Kathrin Amstutz
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Der Nationale Finanzausgleich soll Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone aufwiegen. (Symbolbild)

Der Nationale Finanzausgleich soll Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone aufwiegen. (Symbolbild)

Keystone

Die Finanzausgleichszahlungen sollen sich für 2023 auf 5,6 Milliarden Franken belaufen. So hat es die eidgenössische Finanzverwaltung berechnet, wie sie am Dienstag mitteilt. Damit würden nächstes Jahr 290 Millionen Franken oder 5,5 Prozent mehr im Ausgleichstopf landen als noch 2022. Grund für den Anstieg sind laut der Finanzverwaltung wachsende Ungleichheiten zwischen den finanzstarken und -schwachen Kantonen sowie das wachsende Ressourcenpotenzial.

Am meisten zahlen weiterhin die Kantone Zürich (497 Mio. Franken), Zug (366 Mio. Franken) und Schwyz (197 Mio. Franken). Beim Betrag pro Kopf schwingt der Kanton Zug weit obenaus: 2864 Franken berappt er pro Person. Dem Kanton Bern werden dagegen 1,1 Milliarden Franken ins Kässeli gespült – er ist wie schon im Vorjahr der grösste Nutzniesser des Finanzausgleichs. Auch das Wallis (844 Mio. Franken) und die Kantone Freiburg (589 Mio. Franken) sowie Aargau (513 Mio. Franken) profitieren stark.

Basel-Stadt, Zug und Appenzell Innerrhoden legen am meisten zu

Gegenüber 2022 steigt der Ressourcenindex, mit dem die Wirtschaftskraft der einzelnen Kantone verglichen werden kann, bei 14 Kantonen an – bei 12 Kantonen ist er rückläufig. Die stärkste Zunahme verzeichnen die Kantone Basel-Stadt (+11,2 Indexpunkte), Zug (+10,5 Indexpunkte) und Appenzell Innerrhoden (+4,9 Indexpunkte), das damit in den Kreis der ressourcenstarken Kantone aufsteigt.

Den grössten Rückgang des Ressourcenindexes verzeichnen die Kantone Schwyz (-4,7 Indexpunkte) sowie Neuenburg und Tessin (je -2,6 Indexpunkte). Alle Kantone mit einem Ressourcenindex unter 70 Punkten erreichen dank dem Finanzausgleich die garantierte Mindestausstattung von 86,5 Indexpunkten. Im Jahr 2023 sind das die Kantone Jura und Wallis.

Der Bericht der Finanzverwaltung wird nun den Kantonen unterbreitet. Die Finanzdirektionen werden am 30. September dazu Stellung nehmen.