Events
15'000 Veranstaltungen fielen ins Wasser: Branche hat Pandemie noch nicht verdaut

Die Coronakrise belastet die Veranstaltungsbranche weiterhin schwer. Der Umsatz dürfte auch in diesem Jahr nicht einmal die Hälfte von vor der Krise erreichen.

Drucken
Obwohl Veranstaltungen wieder möglich sind, sind diese gemäss den Betreibern oft kaum rentabel. (Symbolbild)

Obwohl Veranstaltungen wieder möglich sind, sind diese gemäss den Betreibern oft kaum rentabel. (Symbolbild)

Keystone

Konzerte, Messen, Theatervorführungen: Anders als letztes Jahr sind Veranstaltungen diesen Herbst wieder möglich. Die Veranstalter erhofften sich für das letzte Jahresdrittel wieder gefüllte Auftragsbücher, «um die Umsatzeinbussen zumindest teilweise wieder wettzumachen», schreibt die Allianz der Veranstalterverbände in einer Mitteilung vom Montag.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Aufgrund des «erheblichen Mehraufwandes» zur Umsetzung notwendiger Schutzmassnahmen sowie «verhaltenen Besucherzahlen» könnten Veranstaltungen «oft kaum rentabel umgesetzt werden» oder müssten gar vorsorglich abgesagt werden. Gemäss einer Umfrage rechnen die Schweizer Veranstalter für 2021 mit einem Gesamtumsatz von 2,52 Milliarden Franken. Das ist zwar etwas mehr als im letzten Jahr, jedoch lediglich knapp 45 Prozent des Vorkrisenwerts von 5,56 Milliarden Franken.

Branche fordert Verlängerung der Unterstützung

Laut Umfrage konnten dieses Jahr rund 15'000 Projekte nicht durchgeführt oder mussten abgesagt werden. Das wirkt sich auch auf den Personalbestand der Branche aus. Obwohl Hilfsmassnahmen wie die Kurzarbeitsentschädigung den Stellenabbau verlangsamt haben, mussten laut den Veranstaltern dieses Jahr 1400 weitere Stellen gestrichen werden. 2020 waren es 4460.

Wie die Veranstalterverbände schreiben, ist die Branche weiterhin auf finanzielle Hilfen angewiesen. Am dringlichsten nachgesucht werde die Kurzarbeitsentschädigung, darauf folgten Finanzhilfen wie der Erwerbsersatz, die Ausfallentschädigung und die Härtefallunterstützung. Geht es nach den Veranstaltern, sollen diese Hilfen bis Ende 2022 verlängert werden. (agl)

Aktuelle Nachrichten