Energie
Trotz hoher Energiepreise: BKW-Verwaltungsrat will Dividenden erhöhen

Der Berner Energiekonzern BKW konnte die Verwerfungen auf den Energiemärkten im vergangenen Jahr gut umschiffen. Den Aktionären winkt eine höhere Dividende.

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Die BKW konnte im vergangenen Jahr vor allem bei den Dienstleistungen zulegen.

Die BKW konnte im vergangenen Jahr vor allem bei den Dienstleistungen zulegen.

Keystone

Im vergangenen Jahr ist der Umsatz der BKW um 15 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Franken gestiegen. Der operative Gewinn (Ebit) ist dagegen auf 395 Millionen gesunken, was einem Minus von 9 Prozent entspricht, wie das Berner Energieunternehmen am Dienstag mitteilt. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 327 Millionen (-5 Prozent). Dies meldete die BKW am Dienstag.

Der Rückgang im Energiegeschäft ist laut der Mitteilung auf die verlängerte Revision des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL) zurückzuführen. «Weil das KKL gut einen Monat länger still stand als geplant, musste die BKW die ausgefallene Produktion in einem angespannten Energiemarkt zu sehr hohen Preisen nachbeschaffen», heisst es. Positiv zum Betriebsergebnis beigetragen habe aber das Dienstleistungsgeschäft. Das Geschäftsmodell mit den drei Säulen Energie, Netze und Dienstleistungen habe sich bewährt. Für die Zukunft erwartet die BKW weitere Ertragssteigerungen und schlägt der Generalversammlung deshalb eine Erhöhung der Dividende um 20 Rappen auf 2.6 Franken vor.

Für 2020 meldete die BKW Gruppe noch dank einem Wachstum im Dienstleistungsgeschäft ein Rekordergebnis. Der Umsatz belief sich damals auf 3,1 Milliarden, der operative Gewinn auf 475 Millionen und der Reingewinn auf 349 Millionen. Im Dezember gab CEO Suzanne Thoma ihren Rücktritt des Berner Energieversorgers bekannt, und wechselte als Verwaltungsratspräsidentin zu Sulzer. (dpo/wap)