SwissID
Digitale Identität: Post übernimmt SwissSign Group

Die SwissID-Herausgeberin ist seit dem 1. Oktober eine Tochtergesellschaft des Postkonzerns. Bei Bedarf soll sie Bund und Kantonen E-ID-Lösungen anbieten können.

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Die SwissSign Group bietet schon heute das Login für sämtliche Onlinedienstleistungen der Post an. (Symbolbild)

Die SwissSign Group bietet schon heute das Login für sämtliche Onlinedienstleistungen der Post an. (Symbolbild)

Keystone

Bis anhin war die Post mit 17 Prozent an dem Joint Venture beteiligt gewesen. Die SwissSign Group bietet schon heute das Login für sämtliche Onlinedienstleistungen der Post an, das von 1,6 Millionen Kunden genutzt wird. Die Post wolle diesen Zugang auch in Zukunft in der Hand behalten und weiterentwickeln, begründet das Unternehmen die Übernahme in einer Mitteilung vom Montag. Mit der Übernahme würden Know-how und etablierte Lösungen im Bereich der digitalen Identität gesichert.

«Die Dienstleistungen von SwissSign spielen eine wichtige Rolle für die Post, um Lösungen anzubieten, die eine einfache und gleichzeitig sichere sowie effiziente digitale Interaktion zwischen Individuen, Unternehmen und Behörden ermöglichen», sagt Nicole Burth, Mitglied der Konzernleitung laut Mitteilung.

E-ID-Projekt rückt näher an den Staat

Hintergrund sind auch die am 7. März an der Urne gescheiterten Pläne für eine staatlich sanktionierte digitale Identität in der Schweiz. Im Abstimmungskampf war kritisiert worden, dass diese gemäss dem vorgelegten Gesetz von Privaten betrieben worden wäre. «Die Post als staatsnahes Unternehmen schafft die Voraussetzungen, um bei Bedarf der Schweiz, den Kantonen und den Bürgerinnen und Bürgern eine sichere digitale Identität anbieten zu können», schreibt die Post nun.

Die SwissSign war 2017 als Joint Venture von Post und SBB gegründet worden. 2018 wurde daraus die SwissSign Group, an der auch Banken, Versicherungen und Krankenkassen beteiligt waren. (wap)

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