Duty Free
Dufry erholt sich schneller als erwartet – und macht sich bereit für die Fusion

Der Duty-Free-Anbieter Dufry erreichte bei den Verkäufen im Juli bereits wieder 90 Prozent des Vorkrisenniveaus 2019. Die Erholung verlaufe schneller als erwartet, meldet das Unternehmen.

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Als Betreiber von Duty-Free-Geschäften hängt Dufry stark von der Entwicklung an den Flughäfen ab.

Als Betreiber von Duty-Free-Geschäften hängt Dufry stark von der Entwicklung an den Flughäfen ab.

Keystone

Im ersten Halbjahr zog das Geschäft des auf Duty-Free-Angebote spezialisierten Unternehmens Dufry weiter an. Die am Dienstag publizierten Halbjahreszahlen weisen ein Umsatzwachstum von 146,2 Prozent und ein Kernbetriebsergebnis (Ebitda) von 227 Millionen Franken aus.

Die positive Entwicklung setze sich im dritten Quartal fort, so die Mitteilung weiter. Im Juli sei bereits 90 Prozent des Verkaufsvolumens von 2019 erreicht worden. Damit sei die Erholung trotz des gegenwärtigen Marktgeschehens stärker als erwartet.

Insgesamt betrug der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 rund 2,9 Milliarden Franken. Im ersten Halbjahr 2021 waren es erst rund 1,2 Milliarden gewesen. Damals hatte Dufry beim Kernbetriebsergebnis noch einen Verlust von 4,3 Millionen verbuchen müssen.

Fusion mit Autogrill auf gutem Wege

Da der Basler Duty-Free-Spezialist Dufry einen Grossteil seiner Einnahmen an Flughäfen erzielt, war er vom Einbruch der Luftfahrtbranche während der Pandemie besonders stark betroffen. Wegen der geopolitischen Lage verzichtete das Unternehmen Anfang Jahr ausserdem darauf, eine Prognose für 2022 abzugeben.

Im Juli hatte Dufry ausserdem bekannt gegeben, mit dem italienischen Raststättenbetreiber Autogrill zu fusionieren, dies mit der Familie Benetton als Hauptaktionärin. Noch im August soll dazu eine ausserordentliche Generalversammlung stattfinden. Gibt diese grünes Licht, soll die Fusion noch im ersten Quartal 2023 umgesetzt werden, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. (wap)