Coronakrise
Einbruch des Werbemarkts: Plakatfirma büsst Umsatz ein, schreibt aber Gewinn

Die APG hat im Coronajahr markant Umsatz eingebüsst. Erst in der zweiten Jahreshälfte gelang es der Schweizer Werbe- und Plakatfirma dann doch noch, einen kleinen Gewinn zu erwirtschaften.

Drucken
Teilen
Ein APG-Mitarbeiter erneuert in Lausanne Plakate. Das Geschäft mit der Werbung im öffentlichen Raum litt stark unter der Coronapandemie.

Ein APG-Mitarbeiter erneuert in Lausanne Plakate. Das Geschäft mit der Werbung im öffentlichen Raum litt stark unter der Coronapandemie.

Keystone

(gb) Auf dem Werbemarkt gab es für die Werbe- und Plakatfirma APG im vergangenen Jahr markant weniger zu verdienen. Der Umsatz im Werbegeschäft sank um 17,8 Prozent auf rund 260 Millionen Franken. Grund dafür ist laut einer Mitteilung der APG vom Montag die Coronakrise.

Weil die Personenfrequenzen an Bahnhöfen und in Städten massiv abgenommen haben, war es für viele Firmen unattraktiv, Plakate oder Werbespots zu schalten. Zudem dürften viele Firmen aufgrund der angespannten finanziellen Lage schlicht beim Werbebudget gespart haben.

Gewinnschwelle nur knapp erreicht

Mitte 2020 hatte die APG deshalb noch einen Verlust ausgewiesen. Wie es in der Mitteilung vom Montag weiter heisst, hat sich der Umsatz im dritten Quartal – als verschiedene Lockerungen der Coronamassnahmen in Kraft traten – jedoch wieder erholt. Unter dem Strich resultierte so doch auch im Coronajahr noch ein kleiner Gewinn von 13 Millionen Franken. Bereinigt um den Verkauf einer Immobilie in Genf reduziert sich dieser allerdings auf 9,5 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies damit einem Einbruch des bereinigten Gewinns von 77 Prozent.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung darum, im Geschäftsjahr 2020 auf eine Dividende zu verzichten. Für das laufende Jahr will die APG zudem derzeit keine Geschäftsprognose abgeben. Im Januar und Februar seien aufgrund der anhaltenden Einschränken weitere Einbussen verzeichnet worden, heisst es dazu in der Mitteilung. Die weitere Entwicklung hänge nun davon ab, wie rasch sich die Mobilität im öffentlichen Raum und im öffentlichen Verkehr wieder normalisiere.

Aktuelle Nachrichten