CO2-Emissionen
Flughafen Zürich betankt Linienflugzeuge mit nachhaltigem Treibstoff

Am Flughafen Zürich ist erstmals ein Linienflugzeug mit nachhaltigem Flugtreibstoff betankt worden. Dieser soll die CO2-Emissionen um mindestens 80 Prozent reduzieren.

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Erstmals wird ein Swiss-Flugzeug mit dem nachhaltigen SAF betankt.

Erstmals wird ein Swiss-Flugzeug mit dem nachhaltigen SAF betankt.

Swiss

Neu ist der nachhaltige Treibstoff «Sustainable Aviation Fuel» (SAF) mit biogenem Anteil nicht: Bereits im Januar 2020 wurde er anlässlich des WEF in Davos einmalig für die Businessjets angeboten. Seither haben der Flughafen Zürich, die Oberzolldirektion, die Swiss, der Verband Avenergy sowie weitere Partner die Grundlagen für den regulären Einsatz von SAF erarbeitet, wie die Flughafen Zürich AG am Dienstag mitteilte.

Seit dem 1. Juli seien nun angepasste Zollbestimmungen in Kraft, welche die Einfuhr von SAF in die Schweiz auf regulärer Basis ermöglichten. Nun kann eine Mischung aus nachhaltigem und fossilem Treibstoff importiert werden. Gemäss Flughafen erzielt reines SAF in der nun importierbaren Variante eine CO2-Reduktion von mindestens 80 Prozent auf fossiles Kerosin.

Menge reicht für 175 Flüge

Vertankt wird der Treibstoff über die regulären, bereits bestehenden Hydrantensysteme. Als erste Fluggesellschaft nahm die Swiss eine SAF-Lieferung in Empfang. Diese umfasse über 460 Tonnen reines SAF, teilte die Swiss mit. Damit könne sie dank ihrer hochmodernen Flugzeuge rein rechnerisch rund 175 Flüge durchführen.

«Dies ist ein Meilenstein für die Schweizer Luftfahrt im Bereich Nachhaltigkeit. Wir sind stolz, als erste Airline die Grundlagen für den Einsatz von SAF im regulären Flugbetrieb in der Schweiz geschaffen zu haben», wird Swiss-Chef Dieter Vranckx in der Mitteilung zitiert. (abi)

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