Busse
2000 Franken: Ex-CS-Präsident Horta-Osório wegen Quarantäneverstoss verurteilt

Das Untersuchungsamt Uznach hat den ehemaligen CS-Präsidenten zu einer Busse von 2000 Franken und einer Gebühr von 350 Franken verurteilt. Der Entscheid ist aber noch nicht rechtskräftig.

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Staatsanwaltschaft bestätigt Quarantäneverstoss: António Horta-Osório. (Archiv)

Staatsanwaltschaft bestätigt Quarantäneverstoss: António Horta-Osório. (Archiv)

Keystone

Der inzwischen zurückgetretene ehemalige Credit Suisse-Präsident António Horta-Osório hat die Quarantäneregeln missachtet und damit gegen das Epidemiengesetz verstossen. Das hat das Untersuchungsamt Uznach per Strafbefehl festgestellt, wie die St.Galler Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Der Top-Banker wurde zu einer Busse von 2000 Franken und 350 Franken Gerichtsgebühren verurteilt, wie zuerst der Blick berichtete.

Laut Staatsanwaltschaft ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Horta-Osório kann noch Einsprache erheben. Der damalige CS-Chef hatte sich Ende November in Quarantäne befunden und bei den Behörden zweimal um eine Ausnahmebewilligung für Geschäftstermine ersucht. Nachdem ihm diese verweigert wurden, reiste er dennoch im Privatjet nach London. Im Januar trat Horta-Osório nach einer CS-internen Untersuchung wegen mehrerer Quarantänebrüche zurück. (wap)