Baukonzern
Implenia baut im Kanton Graubünden ab: 150 Mitarbeitende betroffen

Der Schweizer Baukonzern kündigt die Schliessung mehrerer Produktionseinheiten im Kanton Graubünden an. Insgesamt sind 150 Mitarbeitende betroffen.

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Der Baukonzern kündigt einen weiteren Stellenabbau an. (Symbolbild)

Der Baukonzern kündigt einen weiteren Stellenabbau an. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die Implenia-Standorte Chur, Davos, Zernez, St. Moritz und Sils werden geschlossen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Projekte im Kanton Graubünden will das Unternehmen künftig von anderen Standorten aus führen. Von den Schliessungen sind insgesamt 150 Mitarbeitende betroffen. Laut Mitteilung strebt Implenia an, für sie «gute Anschlusslösungen wie eine Weiterbeschäftigung innerhalb von Implenia oder eine Transfermöglichkeit zu einem neuen Arbeitgeber zu finden». Dort, wo Entlassungen unvermeidbar seien, werde ein Sozialplan ausgearbeitet.

Implenia wolle sich im Kanton Graubünden künftig auf das Hochbau-Geschäft und auf grössere, komplexe Immobilien- und Infrastrukturprojekte fokussieren, erklärt das Unternehmen die Schliessungen. Das Geschäft der lokalen Produktionseinheiten im Strassen-, Tief- und Hochbau sei stark lokal geprägt und umfasse meist sehr kleine Projekte. Im saisonal geprägten Geschäft gäbe es zudem Überkapazitäten, was zu einem grossen Konkurrenzdruck führe.

Bereits im vergangenen Oktober hatte Implenia im Rahmen eines grossen Sparplans den Abbau von 250 Stellen in der Schweiz angekündigt. Die Gewerkschaft Syna zeigt sich in einer Mitteilung vom Dienstag enttäuscht. «Diese krassen Abbaumassnahmen sind angesichts der Auftragslage absolut unverständlich», wird Guido Schluep, Branchenleiter Bau, zitiert. Syna fordert, dass allen vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden eine Stelle zugesichert wird. Die Frist für das Konsultationsverfahren soll deshalb um zwei Wochen bis zum 15. Juni verlängert werden.

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