Aussenhandel
Konjunktur: Schweizer Firmen geben sich zuversichtlich

Ein Grossteil der aussenhandelsorientierten Firmen blickt optimistisch auf nächstes Jahr. Risiken sehen sie bei den Engpässen von Lieferketten, wie eine Umfrage zeigt.

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Trotz Engpässe bei den Lieferketten: UBS-Ökonomen halten das Risiko für überschaubar. (Symbolbild)

Trotz Engpässe bei den Lieferketten: UBS-Ökonomen halten das Risiko für überschaubar. (Symbolbild)

Keystone

Schweizer Importeure und Exporteure blicken mit Zuversicht auf das kommende Jahr. 60 Prozent erwarten, dass das Weltwirtschaftswachstum 2022 im langjährigen Schnitt oder leicht darüberliegen wird. Dies zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Grossbank UBS und des Marktforschungsinstituts Intervista.

Trotz positiver Stimmung ist bei den Firmen auch Vorsicht zu spüren. Nur drei Prozent rechnen für das nächste Jahr nicht mit bedeutenden Konjunkturrisiken. Ein Grossteil der Unternehmen sieht die Engpässe in den weltweiten Produktions- und Lieferketten als erhebliches Konjunkturrisiko.

Firmen erwarten stabilen Franken

Die Einschätzungen der befragten Firmen decken sich mit dem Konjunkturausblick der Grossbank. So erwartet die UBS weltweit eine Fortsetzung der positiven Dynamik. In der Schweiz prognostizieren die Ökonomen der Bank ein Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr. Zuversichtlicher als die Unternehmen geben sie sich hinsichtlich den Lieferketten: Das Risiko, dass Engpässe die Erholung zum erliegen bringen, sei «überschaubar».

Mit Blick auf die Geldpolitik erwarten die UBS-Ökonomen eine Seitwärtsbewegung des Euro-Franken-Wechselkurses in der aktuellen Bandbreite. Auch die befragten Schweizer Unternehmen erwarten 2022 einen stabilen Franken gegenüber dem Euro mit einer leichten Tendenz zur Schwäche.

An der Umfrage von UBS und Intervista haben 814 Unternehmensverantwortliche teilgenommen. Die Umfrage wurde zwischen dem 13. und 24. September 2021 durchgeführt. (dpo)

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