Auch in Basel
Pharmariese Roche will mehrere hundert Stellen abbauen

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will in der Entwicklungsabteilung mehrere hundert Stellen abbauen. Am stärksten betroffen sein dürften die Standorte San Francisco und Basel. Die Gewerkschaft Unia fordert sofortige Gesprächsaufnahme.

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Bei Roche gibt es Pläne für einen grösseren Stellenabbau. Konkretes gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Bei Roche gibt es Pläne für einen grösseren Stellenabbau. Konkretes gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Keystone

Die Mitarbeitenden seien diese Woche über einen möglichen Stellenabbau informiert worden, schreibt ein Roche-Sprecher auf Anfrage von CH Media. Publik gemacht hat die Abbaupläne die Zeitung «Blick» vom Donnerstag. Gemäss der Berichterstattung, die sich auf eine interne Mitarbeiterinformation bezieht, sind 300 bis 400 Stellen weltweit betroffen. Am stärksten treffe es die Standorte Basel und San Francisco, wo ein grosser Teil der Entwicklungsabteilung angesiedelt ist.

Der Roche-Sprecher schreibt von einer «Neupriorisierung der Arbeit», die zum Stellenabbau führe. Das Unternehmen müsse sich kontinuierlich «mit dem sich schnell verändernden Umfeld weiterentwickeln». Konkrete Details zu den Abbauplänen gibt Roche nicht bekannt, da laut dem Sprecher noch keine weiteren Entscheidungen getroffen wurden. Sobald sich die Pläne konkretisierten, werde Roche eng mit den Arbeitnehmervertretungen zusammen arbeiten.

Die Gewerkschaft Unia teilte am Abend mit, sie habe aus den Medien von den Plänen für eine Massenentlassung erfahren. Das Vorgehen sei respektlos gegenüber Beschäftigten und Sozialpartnern, schreibt die Unia in einer Medienmitteilung. «Die Unia fordert von Roche den Verzicht auf Entlassungen und eine sofortige Gesprächsaufnahme mit der Gewerkschaft Unia», heisst es weiter. (agl/abi)

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