Arbeitslosenzahlen
Bau und Gastgewerbe legen zu: Arbeitslosenquote sinkt im Februar auf 2,5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit geht in der Schweiz zurück. Die Arbeitslosenquote sank im Februar von 2,6 auf 2,5 Prozent. Gegenüber Februar 2021 verringerte sich die Arbeitslosigkeit gar um 29,8 Prozent.

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Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz geht zurück – vor allem auch im Gastgewerbe. (Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz geht zurück – vor allem auch im Gastgewerbe. (Symbolbild)

Keystone

Der Schweizerische Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Ende Februar waren 117'970 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das sind 4298 weniger als im Januar, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank von 2,6 auf 2,5 Prozent. Saisonbereinigt liegt sie gar bei 2,2 Prozent (Januar: 2,3 Prozent).

«Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich in guter Verfassung», bilanzierte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Seco, gegenüber den Medien. Alle Bevölkerungsgruppen und Branchen profitierten von der Überwindung des Corona-Schocks. Besonders stark war der Rückgang laut Zürcher im Baugewerbe und in der Gastronomie. Zudem sank die Zahl der Arbeitslosen mit Ausnahme der Kantone Thurgau (+0,5 Prozent) und Appenzell Ausserrhoden (+1,1 Prozent) in der ganzen Schweiz.

Zürcher betonte, die Beschäftigungsaussichten blieben positiv. «Wir sind zuversichtlich, dass die Dynamik anhält», sagte er. Für das Gesamtjahr erwartet das Seco eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent, wobei sie sich im Sommer der 2-Prozent-Marke nähern dürfte. Wie sich die Risiken des Ukraine-Kriegs auf den Schweizer Arbeitsmarkt auswirken, wird sich zeigen. «Wir gehen von beschränkten Handelsverflechtungen aus», sagte Zürcher.

Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung und weniger Kurzarbeit

Durch den starken und schnellen Aufschwung kommt es in der Schweiz zu Rekrutierungsschwierigkeiten und die Zahl der offenen Stellen nimmt zu. So erhöhten sich die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen um 9414 auf 67'826. Davon unterlagen 52'690 der Meldepflicht. Um 4958 Personen rückläufig ist dagegen die Zahl der Stellensuchenden. Insgesamt wurden noch 201'909 Stellensuchende registriert. Gegenüber Februar 2021 nahm die Zahl um 57'826 Personen ab.

Per Ende Dezember 2021 waren 42'077 Personen von Kurzarbeit betroffen – ein Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe verringerte sich gemäss Seco um 1096 auf 6288 Einheiten. Es handle sich dabei um provisorische Zahlen, betonte Zürcher. Sie dürften noch etwas ansteigen. «Der allgemeine Trend der abnehmenden Kurzarbeit wird jedoch fortgesetzt.» (abi)