Arbeitskonflikt
Schlichtungsprozess um Smood-Kuriere ist gescheitert

Der Schlichtungsprozess, der den Konflikt zwischen der Firma Smood und ihren Kurieren lösen sollte, ist gescheitert. Es wurde kein Kompromiss gefunden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

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Die Smood-Kuriere streikten zwischen November und Dezember 2021 für bessere Arbeitsbedingungen. (Archivbild)

Die Smood-Kuriere streikten zwischen November und Dezember 2021 für bessere Arbeitsbedingungen. (Archivbild)

Keystone

Der Schlichtungsprozess rund um die Smood-Kuriere ist offenbar gescheitert. Das teilten die Gewerkschaften Unia und Syndicom am Dienstag mit. Im Verfahren konnte gemäss Syndicom «keine auch nur minimale oder teilweise Einigung erzielt werden», um bessere Arbeitsbedingungen zu garantieren.

Die Unia hofft nun, dass Smood die «minimalen Verbesserungen» umsetzt, die sie während des Streiks ihrer Mitarbeitenden angekündigt habe. Dabei geht es um eine Lohnerhöhung und das Ende des Strafsystems. Beide Gewerkschaften fordern Smood zudem auf, auf jegliche Repressionsmassnahmen gegen die Streikenden und Personalvertreterinnen und -vertreter zu verzichten.

Das von den Genfer Kantonsbehörden Anfang Dezember 2021 verlangte Schlichtungsverfahren stand unter der Leitung der Kammer für kollektive Arbeitsbeziehungen (CRCT). Ziel war, einen Ausweg aus dem Arbeitskonflikt und Streik zu finden. Die Smood-Kuriere hatten zuvor während fünf Wochen in der ganzen Westschweiz gestreikt. Das Genfer Arbeitsinspektorat wollte sich auf Nachfrage von CH Media zum Fall nicht äussern. (chm)

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