Unwetter
Bahnhof am Flughafen Zürich vorübergehend gesperrt, 800 Unwettermeldungen in Bern

Am Flughafen Zürich fuhren am frühen Donnerstagmorgen keine Züge, die Gleise standen teilweise unter Wasser. Der Kanton Bern erhielt zudem fast 800 Meldungen wegen der Gewitter.

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Der Bahnhof am Flughafen Zürich musste wegen eines Wassereinbruchs vorübergehend gesperrt werden.

Der Bahnhof am Flughafen Zürich musste wegen eines Wassereinbruchs vorübergehend gesperrt werden.

SBB

Der Flughafenbahnhof Zürich musste am Donnerstagmorgen vorübergehend komplett gesperrt werden. Sämtliche Züge fielen aus, wie die SBB auf Twitter mitteilte. Nach «intensiven Starkniederschlägen» in der Flughafenregion trat am späten Mittwochabend Wasser in den Bereich des Bahnhofs ein. Gemäss SBB konnte der Wassereinbruch zwar noch in der Nacht gestoppt werden, die Gleisanlagen standen am frühen Morgen jedoch teilweise einige Zentimeter unter Wasser. Auch die Fahrleitungen waren betroffen und mussten abgestellt werden.

Lösch- und Rettungszüge der SBB konnten das Wasser schliesslich abpumpen. Auch die Aufräumarbeiten kamen gut voran und der Betrieb wurde Schritt für Schritt wieder aufgenommen. Schliesslich verkehrten ab 8.30 Uhr wieder sämtliche Fernverkehrszüge sowie die S-Bahnlinie S24 via Zürich Flughafen, wie die SBB mitteilte. Die S2 und S16 mussten hingegen vorerst weiter vorzeitig in Zürich Oerlikon wenden.

Zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen wegen Unwetter

Das Unwetter führte auch im Jurabogen zu Schäden und entsprechenden Zugausfällen sowie Verspätungen. So waren gemäss SBB neben dem Bahnhof Zürich Flughafen auch die Bahnstrecken Moutier-Sonceboz-Sombeval, Moutier-Crémines und Reuchenette-Péry-Courtelary betroffen. Die SBB setzte Ersatzbusse ein.

Wie MeteoNews auf Twitter schrieb, fielen am Flughafen Zürich 49,6 Milimeter Regen. Noch mehr gab es mit 62 Milimetern allerdings in Langenbruck (BL). Das sei knapp die Hälfte dessen, was normalerweise über den ganzen Juni verteilt fällt. Auch am Donnerstagabend sollen sich vom Jura und von den Alpen her Regengüsse und unwetterartige Gewitter ausbreiten.

Auch der Kanton Bern meldete heftige Gewitter, die in den Abend- und Nachtstunden niedergingen. Die Kantonspolizei erhielt diesbezüglich knapp 800 Meldungen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die meisten davon betrafen Wassereinbrüche sowie überschwemmte Strassen und Plätze. So wurden beispielsweise in Burgdorf oder Herzogenbuchsee Unterführungen und Teile von Bahnhöfen überschwemmt. Dazu kamen mehrere Erdrutsche oder Öl, das ins Gewässer gelangte. Meldungen über verletzte Personen sind der Polizei hingegen keine bekannt.

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