Strassenverkehr
Zu wenig Abstand führt jährlich zu 110 Schwerverletzten

Das Unfallrisiko steigt bei zu wenig Abstand im Strassenverkehr. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung will mit neuen Plakaten an Autobahneinfahrten auf die Gefahr hinweisen.

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Auffahrunfälle passieren oft auf Autobahnen, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung warnt. (Symbolbild)

Auffahrunfälle passieren oft auf Autobahnen, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung warnt. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Autofahrerinnen und Autofahrer, die einem an der Heckscheibe kleben, sind nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Auf den Schweizer Strassen gibt es wegen ungenügendem Abstand jährlich rund 110 Schwerverletzte und zwei Todesopfer. Dabei passieren solche Unfälle überproportional häufig auf Autobahnen, heisst es in einer Mitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) vom Dienstag.

Solche Plakate der BFU sollen vor Auffahrunfällen warnen.

Solche Plakate der BFU sollen vor Auffahrunfällen warnen.

BFU

Damit die Automobilisten den nötigen Abstand richtig einschätzen können, empfiehlt die BFU, sich an die Zwei-Sekunden-Regel («einundzwanzig, zweiundzwanzig») zu halten. Das heisst: Wenn das vorausfahrende Auto an einem Punkt vorbeifährt, sollen mindestens zwei Sekunden vergehen, bis man selber jenen Punkt erreicht. Bei Regen, Schnee und schlechter Sicht brauche es gar mehr Abstand.

Die BFU stellt nun für ihre Präventionskampagne gegen Auffahrunfälle Plakate bei Autobahneinfahrten auf. Das Sujet vergleicht dabei Autos mit Eierkartons, und die Autofahrer selber mit zerbrechlichen Eiern.