Lugano
Nach Entführungsvorwürfen: Ermittlungen gegen 80-jährigen Priester eingestellt

Vergangenen Herbst ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen einen Priester wegen Entführungsvorwürfen. Nun ist das Verfahren eingestellt worden, weil sich die Beweise nicht erhärtet haben.

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Der beschuldigte katholische Geistliche bekleidete im Bistum Lugano unter anderem das Amt als Generalvikar. (Symbolbild)

Der beschuldigte katholische Geistliche bekleidete im Bistum Lugano unter anderem das Amt als Generalvikar. (Symbolbild)

Keystone

(frh) Ende November 2020 war publik geworden, dass gegen den ehemaligen Generalvikar des Bistums Lugano ein Strafverfahren eröffnet wurde. Der 80-jährige Priester soll sich gegenüber einer 48-jährigen Frau strafbar gemacht haben, so die Vorwürfe. Die Behörden ermittelten unter anderem wegen Entführung, Nötigung und einfacher Körperverletzung wegen Unterlassungshandlungen. Der Priester wurde in Polizeigewahrsam genommen, nach einigen Tagen aber wieder freigelassen.

Nun gibt die Tessiner Staatsanwaltschaft bekannt, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien und Staatsanwältin ein Einstellungsdekret erlassen hat. Dies, weil sich die Beweise für die angeblichen Straftaten nicht erhärtet haben. Der Priester verzichtet laut Mitteilung auf eine Entschädigung durch den Staat als Folge des Strafverfahrens. Weitere Informationen gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.