Sommerferien
Comparis warnt: Kein Verlass auf Reiseversicherungen

Eine Analyse des Vergleichsdienstes Comparis zeigt grosse Unterschiede bei der Pandemie-Deckung von Reiseversicherungen. Ein Experte mahnt zur Vorsicht.

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Fallen die Ferien ins Wasser, kann es teuer werden: Viele Versicherungen zahlen bei Lockdowns und Reisebeschränkungen nicht. (Symbolbild)

Fallen die Ferien ins Wasser, kann es teuer werden: Viele Versicherungen zahlen bei Lockdowns und Reisebeschränkungen nicht. (Symbolbild)

Keystone

Viele Länder haben die Coronamassnahmen gelockert, die Sommerferien stehen vor der Tür. Nun warnt der Vergleichsdienst Comparis Reisende vor bösen finanziellen Überraschungen. Zwar hätten viele Reiseversicherer ihre Epidemie- und Pandemiedeckung mittlerweile ausgeweitet. Dennoch dürfe man nicht blind auf eine generelle Deckung vertrauen, sagt Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Eine Analyse von 13 Reiseversicherungen habe grosse Unterschiede aufgedeckt, heisst es in der Mitteilung. Schneuwlys Fazit: «Einzig die Reisekosten bei Annulation wegen einer Covid-Erkrankung der versicherten Person decken alle untersuchten Versicherungen.» Bei der Erkrankung einer nahestehenden Person sei die Praxis dagegen unterschiedlich, ebenso bei einer angeordneten Quarantäne.

Auch wenn in der Ferienregion ein Lockdown verhängt werden sollte, würden die Versicherungen meist nicht greifen. «Im schlimmsten Fall ist der Bewegungsradius im Urlaub auf das Grundstück des eigenen Hotels beschränkt», heisst es in der Mitteilung. Schwierigkeiten könne es auch geben, wenn die Rückreise wegen unerwarteter Reisebeschränkungen erschwert werde. Ausserdem bezahlten viele Versicherungen nicht, wenn die Reise an der fehlenden Anerkennung des Covid-Zertifikats scheitere. (wap)

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