Hells Angels und Bandidos
Motorradclubs: Polizei verhindert Krawall rund um Gerichtsprozess in Bern

Provokationen und Aggression: Rund um einen Gerichtsprozess gegen 22 Biker hat die Berner Kantonspolizei verhindert, dass Hells Angels und Bandidos aufeinander trafen – mit Wasserwerfer, Gummigeschossen und Pfefferspray.

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Rund um den Prozess gegen Mitglieder von verfeindeten Motorradclubs musste die Polizei mehrmals einschreiten.

Rund um den Prozess gegen Mitglieder von verfeindeten Motorradclubs musste die Polizei mehrmals einschreiten.

Keystone

Die Stimmung rund um den Biker-Prozess in Bern ist aufgeladen: Am Montag startete das Gerichtsverfahren gegen 22 Mitglieder von verfeindeten Motorradklubs. Vor Beginn des Prozesses versammelten sich beim Amtshaus gegen sieben Uhr zahlreiche Biker der Hells Angels und Bandidos, wie die Berner Kantonspolizei mitteilte. Sie wurden örtlich voneinander getrennt gehalten.

Dennoch kam es zu gegenseitigen Provokationen und Aggressionen zwischen den Motorrad-Gangs. Dabei wurden auch Steine und Flaschen geworfen. Die Polizei schritt ein – mit Gummigeschossen, Pfefferspray und Diensthunden. Damit konnte sie ein Aufeinandertreffen verhindern und Distanz schaffen, wie es weiter heisst. Kurz vor der Mittagspause kam es allerdings erneut zu gegenseitigen Steinwürfen. Diesmal setzte die Polizei zusätzlich einen Wasserwerfer ein, um die Situation zu beruhigen:

Video: Silja Hänggi

Polizei sperrt mehrere Strassen ab

Angaben über verletzte Personen liegen gemäss Polizei keine vor. Sie hat aus Sicherheitsgründen mehrere Strassen während Stunden für den Verkehr gesperrt. Zudem kündigte sie an, das Sicherheitsdispositiv weiter aufrechtzuerhalten. Auch will sie die Ereignisse vom Montag weiter abklären.

Das Gerichtsverfahren gegen die Hells Angels und Bandidos wird mehrere Wochen dauern. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2019 im bernischen Belp, bei dem mehrere Personen teilweise schwer verletzt wurden. (abi)