Krankheit
Tollwütige Fledermaus im Kanton Bern gefunden

Seltener Fund im Kanton Bern: Eine in Büren an der Aare gefundene Fledermaus war mit Tollwut infiziert. Es ist damit der fünfte Fund seit 40 Jahren. Die Schweiz gilt dennoch weiterhin als tollwutfrei.

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Im Kanton Bern wurde eine Fledermaus gefunden, die Tollwut hatte. Es ist dies seit 40 Jahren der fünfte Fund eines infizierten Tieres. (Symbolbild)

Im Kanton Bern wurde eine Fledermaus gefunden, die Tollwut hatte. Es ist dies seit 40 Jahren der fünfte Fund eines infizierten Tieres. (Symbolbild)

Keystone

Die Schweizerische Tollwutzentrale habe die Krankheit am Donnerstag nachgewiesen, wie der Kanton Bern am Freitag mitteilte. Zwar ist die Schweiz sowohl bei Haus- und Wildtieren frei von Tollwut, Fledermaustollwut komme dennoch sehr selten vor, heisst es. So wurden in den vergangenen 40 Jahren lediglich vier Fälle nachgewiesen – zuletzt 2017 in Neuenburg.

Die Fälle traten alle in seltenen Fledermausarten auf. Die in bewohnten Gegenden häufig vorkommenden Zwergfledermäuse waren dagegen nicht betroffen in den vergangenen vier Jahrzehnten.

Der Kanton betont denn auch, für die Bevölkerung bestehe kein Grund zur Beunruhigung. Die Schweiz gelte nach wie vor als tollwutfrei. Wichtig bleibe jedoch, vor allem kranke und verhaltensauffällige Wildtiere nicht anzufassen und die Wildhut zu informieren. Zudem sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, falls man gebissen wird. (abi)