Magnitude 4,2
In Süddeutschland bebte die Erde – Auswirkungen auch in der Deutschschweiz spürbar

In Süddeutschland hat am Samstagmittag die Erde gebebt. Das Beben mit einer Mignitude von 4,2 auf der Richterskala war auch im Raum Zürich, Schaffhausen und Ostschweiz gut spürbar.

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Das Erdbeben mit der Stärke 4,2 in Süddeutschland wurde am Samstag bei Albstadt registriert und war auch bis weit in die Schweiz zu spüren.

Das Erdbeben mit der Stärke 4,2 in Süddeutschland wurde am Samstag bei Albstadt registriert und war auch bis weit in die Schweiz zu spüren.

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Wie der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich in einer Mitteilung schreibt, ist das Erdbeben um 13.47 Uhr, ungefähr 17 Kilometer nordwestlich von Albstadt, im Bundesland Baden-Württemberg registriert worden. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind laut ETH kleinere Schäden in der Nähe des Epizentrums vereinzelt möglich. Es dürfte laut Mitteilung auch in der Schweiz verspürt worden sein.

Laut örtlichen Medien gibt es bislang keine Meldungen über Sachschäden. Allerdings seien bei der Polizei zahlreiche Anrufe eingegangen, schreibt beispielsweise der «Schwarzwälder Bote». Er schreibt zudem vom «stärksten Erdbeben seit Jahren» in der Region.

Stärkstes Erdbeben in Deutschland seit acht Jahren

Laut Erdbebennews.de handelt es sich sogar um das stärkste in Deutschland seit acht Jahren. Demnach kam es bereits vor zwei Tagen in derselben Region zu einem spürbaren Erdbeben mit Magnitude 2.8, dessen Epizentrum allerdings östlicher lag. Und überhaupt bebe die Erde in der Region seit bald drei Jahren immer wieder.

In einer ersten, automatisch erstellten Mitteilung sowie auf dem Kurznachrichtendienst hatte der Erdbebendienst eine leicht höhere Magnitude vermeldet. Zudem hiess es, dass das Epizentrum bei Tuttlingen (D) registriert worden und das Beben in der ganzen Schweiz spürbar gewesen sei. Diese Angaben korrigierte die ETH, nachdem eine Seismologin die automatisch generierten Daten überprüft hatte.

In der ersten halben Stunde nach dem Erdbeben gingen laut Angaben auf der ETH-Webseite vorab aus den Kantonen Schaffhausen und Zürich zahlreiche Beobachtungsmeldungen zum Ereignis ein. Dies namentlich aus den Städten Schaffhausen, Winterthur sowie Zürich und dessen Agglomeration.

Wallis und Basel als Erdbeben-Zentren

Laut der ETH ist das Erdbeben bei Albstadt in einer Tiefe von 8 Kilometern registriert worden. Aus dem etwas weiter vom Epizentrum entfernten Grossraum Basel und der Nordwestschweiz dagegen gibt es bislang kaum Beobachtungsmeldungen.

In der Schweiz werden verhältnismässig selten Erdbeben verspürt – zuletzt diese Woche im Wallis bei Sierre mit einer Magnitude von 3. Nach Regionen betrachtet weist das Wallis vor Basel die höchste Erdbebengefährdungen auf. Im Jahre 1356 ereignete sich bei Basel denn auch das hierzulande grösste, historisch dokumentierte Erdbeben. Dieses hatte eine Magnitude 6.6 auf der Richterskala. (sat)