Datenschutz
Dank Online-Generator: Unternehmen und Behörden sollen einfacher Daten herausrücken

Ab sofort können Auskunftsbegehren zu gespeicherten persönlichen Daten einfach online erstellt werden. Parallel dazu startet eine Sensibilisierungskampagne.

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Zum Beispiel vom Mobilfunkanbieter Auskunft über gespeicherte persönliche Daten zu erhalten soll einfacher werden. (Symbolbild)

Zum Beispiel vom Mobilfunkanbieter Auskunft über gespeicherte persönliche Daten zu erhalten soll einfacher werden. (Symbolbild)

Stefan Kaiser

Wer wissen will, welche Daten der Mobilfunkanbieter speichert, über welche Gesundheitsdaten die Krankenkasse verfügt oder wie Bonitätsdatenbanken die eigene Kreditwürdigkeit einstufen, kann dies mit einem Auskunftsbegehren in Erfahrung bringen. Firmen und Behörden sind laut dem Schweizer Datenschutz verpflichtet, die angeforderten Daten herauszugeben, schreibt die Digitale Gesellschaft in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

In der Praxis ist es für Konsumentinnen und Konsumenten aber oft schwierig, die entsprechenden Begehren zu verfassen. Das soll sich nun mit einem Online-Generator ändern, den die Digitale Gesellschaft am Dienstag aufschaltet. Damit sei es möglich, mit wenigen Mausklicks automatisierte Auskunftsbegehren zu erstellen, die von Behörden und Firmen innert 30 Tage beantwortet werden müssten, heisst es in der Mitteilung. Erreichbar ist der Generator unter datenauskunftsbegehren.ch. Die Website ihrerseits speichere keine personenbezogenen Daten, versichert die Digitale Gesellschaft in ihrer Mitteilung.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Mercator Schweiz. Parallel startet die Informationskampagne #getyourdata, die von Studierenden der Hochschule der Künste Bern gestaltet worden ist und mit der die Bevölkerung für den Datenschutz sensibilisiert werden soll. (wap)

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