Super-G
«Sehr glücklich, sehr zufrieden»: Mauro Caviezel fahrt in Gröden aufs Podest – der Norweger Kilde gewinnt

Mauro Caviezel galt nach seinem Sieg von Val d'Isère als einer der Favoriten. Und er wurde dieser Rolle am Freitag (fast) gerecht: Beim Super-G in Gröden fährt er als Zweiter ins Ziel.

Frederic Härri
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Beim Super-G von Val d'Isère holte Mauro Caviezel seinen ersten Weltcup-Sieg. In Gröden verpasste er es nur knapp, nachzulegen.

Beim Super-G von Val d'Isère holte Mauro Caviezel seinen ersten Weltcup-Sieg. In Gröden verpasste er es nur knapp, nachzulegen.

Bild: Keystone

Die grosse Frage aus Schweizer Sicht vor dem Super-G vom Freitag in Gröden: Kann Mauro Caviezel seinen Triumph von letzter Woche wiederholen? Beim Super-G von Val d'Isère holte sich der 32-jährige Bündner den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere.

Und die Frage ist schnell beantwortet: mit «Nein, aber». Mauro Caviezel gewinnt das Rennen von Gröden nicht. Der Beste an diesem Tag heisst Aleksander Kilde, dessen Fahrzeit unerreicht bleibt. Caviezel fährt mit zwölf Hundertstel Abstand auf den Norweger jedoch auf Platz 2.

«Wenn ich nicht zufrieden wäre, wäre etwas nicht mehr gut»

Ärgern muss sich Caviezel nicht über den verpassten Sieg in diesem Super-G. Er zeigte eine Topleistung. Mit der Startnummer 9 gestartet, schob er sich gleich auf Platz 1 und durfte kurz als Führender in die Kamera lächeln – bis Kilde kam und ihn vom Thron stoss.

Im Interview mit SRF sagte Caviezel hinterher: «Ich bin sehr glücklich, sehr zufrieden. Wenn ich heute nicht zufrieden wäre, dann wäre etwas nicht mehr gut.» Der Bündner dürfte da auch an seine lange Historie an Verletzungen mit Kreuzband- und Meniskusrissen gedacht haben. In der Abfahrt letztes Wochenende brach sich Caviezel den Zeigefinger. Die Blessur scheint sich letztlich nicht nachhaltig auf seine Konzentration ausgewirkt zu haben.

Zwei weitere Schweizer in den Top Ten

Auf dem Podest fand sich Caviezel im norwegischen Sandwich wieder, denn Dritter wurde Kildes Teamkollege Kjetil Jansrud. Auch die übrigen Schweizer zeigten alles in allem einen soliden Tag. Neben Caviezel schafften es auch Marco Odermatt (Rang 9) und Beat Feuz (Rang 10) in die Top Ten. Feuz hatte vor dem Rennen noch als Trumpf gegolten. Er wird sich eine bessere Platzierung erhofft haben. Gleich nach Feuz reihte sich mit Urs Kryenbühl auf Platz 11 zudem ein weiterer Schweizer ein.

Für Gilles Roulin (Platz 42) und Gino Caviezel (43) lagen im Super-G von Gröden dagegen nur Klassierungen in den hinteren Rängen drin. Niels Hintermann (28) und Stefan Rogentin (28) schafften es immerhin in die Punkte.

Das Podest

  1. Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) 1:26,29
  2. Mauro Caviezel (Schweiz) + 0,12
  3. Kjetil Jansrud (Norwegen) + 0,21

Weitere Schweizer mit Punkten

  • 9. Marco Odermatt + 0,98
  • 10. Beat Feuz + 1,05
  • 11. Urs Kryenbühl + 1,12
  • 28. Niels Hintermann + 1,89
  • 28. Stefan Rogentin + 1,89

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