Ski Alpin
Brignone gewinnt zweiten Super-G in St. Moritz, Gut-Behrami scheidet nach Sturz aus

Lara Gut-Behrami stürzt schwer, kommt aber offenbar ohne schwere Verletzung davon. Joana Flury kommt beim turbulenten Rennen als beste Schweizerin auf den siebten Platz.

Dan Urner
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Michelle Gisin zeigte eine solide Fahrt und klassierte sich auf Rang zehn.

Michelle Gisin zeigte eine solide Fahrt und klassierte sich auf Rang zehn.

Keystone

Federica Brignone hat den zweiten Super-G in St. Moritz für sich entschieden. Die Italienerin siegte nach einer tadellosen Fahrt mit elf Hundertstelsekunden Vorsprung vor ihrer Landsfrau Elena Curtoni. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin kam auf den dritten Platz (+ 0.43). Die Speed-Überfliegerin Sofia Goggia musste sich mit Rang sechs zufriedengeben (+ 0.75).

Lara Gut-Behrami schien auf bestem Wege, sich nach ihrem Sieg am Samstag mit einer neuerlichen Fabelfahrt eine erneute Top-Klassierung zu sichern. Doch die Tessinerin kam nach einem Fehler von der Strecke ab, flog mit vollem Tempo durch die Fangnetze. Glücklicherweise kam sie offenbar mit dem Schrecken und ohne schwere Verletzung davon.

Schon der Start des Rennens war von Turbulenzen begleitet gewesen. Um die Durchführung des Rennens zu ermöglichen, hatte sich der Beginn um rund 45 Minuten nach hinten verschoben, zudem musste ein Reservestart eingerichtet werden. Zwar herrschte im Gegensatz zu Samstag ein klares, sonniges Wetter, böige Winde im oberen Streckenabschnitt verunmöglichten den ursprünglich geplanten Rennverlauf allerdings.

Flury als beste Schweizerin Siebte

Eine starke Fahrt zeigte derweil Jasmine Flury, die vor allem im untere Streckenteil Zeit aufholte. Sie kam als beste Schweizerin auf einen starken siebten Rang (+ 0.82). Michelle Gisin wurde Zehnte. Sie zeigte eine unbekümmerte Fahrt – und zeigte sich beim SRF-Interview zufrieden: «Ich bin richtig gut Ski gefahren und das hat mich wahnsinnig gefreut.» Joana Hälen klassierte sich auf Rang zwölf (+ 1.19). Priska Nufer präsentierte sich verbessert im Vergleich zum Rennen vom Samstag und fuhr auf den 14. Platz (+ 1.30), Stephanie Jenal überzeugte mit dem 16. Rang (+ 1.55), sie sammelte erstmals Weltcuppunkte.

Wendy Holdener zeigte derweil eine technisch einwandfreie Fahrt, blieb aber gerade im Mittelteil zu vorsichtig. Am Ende sprang Position 24 für die Schwyzerin heraus (+ 1.79). Corinne Suter kam wie schon tags zuvor nicht recht auf Touren. Sie fuhr mit einem Rückstand von 2.02 Sekunden auf Rang 24.

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