Nach Gold an Curling-WM
Skip Tirinzoni: «Es könnte nicht besser sein, eine unglaubliche Woche»

Die Schweizer Curlerinnen verteidigen mit dem 4:2-Sieg gegen die Russinnen ihren WM-Titel. Im Interview beschreibt Skip Silvana Tirinzoni, was die Goldmedaille für eine Bedeutung hat.

Garbriel Vilares
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Silvana Tirinzoni, Alina Pätz, Melanie Barbezat und Esther Neuenschwander (von links nach rechts) nach dem Titelgewinn.

Silvana Tirinzoni, Alina Pätz, Melanie Barbezat und Esther Neuenschwander (von links nach rechts) nach dem Titelgewinn.

Keystone

Titelverteidigung geglückt! Die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni krönen mit dem 4:2-Finalsieg gegen die Russinnen eine beinahe perfekte Curling-WM im kanadischen Calgary. In 15 Partien müssen die Spielerinnen vom CC Aarau gerade mal einmal in der Round Robin als Verlierer vom Eis. Klar, dass die Freude bei Tirinzoni über den zweiten Titel nach 2019 riesig ist:

«Es könnte nicht besser sein. Wir hatten eine unglaubliche Woche und konnten diese perfekt abschliessen», sagte sie gegenüber den Turnierorganisatoren. «Ich kann es nicht beschreiben, was die Titelverteidigung für uns bedeutet. Wir waren während fünf Wochen in den selber Hotelzimmern und können es nun kaum erwarten, nach Hause zurückzukehren und die Trophäe in die Schweiz zu bringen.»

Das Spiel war taktisch geprägt und die Schweizerinnen mussten sich in Geduld üben. Im vierten End konnten sie ein Zweierhaus schreiben. Bis zum achten End blieb der letzte Stein bei den Russinnen, schrieben in diesem aber lediglich einen Stein. Im Anschluss blieben die Aarauerinnen cool: «Für uns war es sehr wichtig, dass wir im zehnten End den letzten Stein haben konnten. Umso mehr, wenn man jemanden im eigenen Team wie Alina (Pätz) hat. Sie traf so ziemlich alles», so Tirinzoni nach dem Sieg.

Russinnen bereits mit Kampfansage in Richtung Schweiz

Der Skip der Russinnen, Alina Kowalewa, richtet für die nächste WM bereits eine Kampfansage in Richtung Schweiz: «Wir haben im Final mehr Fehler gemacht als im Halbfinal-Spiel. Deshalb haben wir verloren. Trotzdem freuen wir uns über die Silbermedaille. Wir haben hart dafür gearbeitet, aber das nächste Jahr wollen wir Gold», sagte sie.

Erste Gratulationen liessen nicht lange auf sich warten. Bundesrätin und Sportministerin Viola Amherd: «Titel verteidigt – WM-Gold. Herzliche Gratulation unseren Curlerinnen zur Spitzenleistung.» Auch Erich Fehr, der Bieler Stadtpräsident, ist so richtig stolz: «Herzlichen Glückwunsch an die Schweizer Curlerinnen zum brillanten Gewinn des Weltmeistertitels! Und mit Melanie Barbezat ist die Bieler Curlingszene einmal mehr mitten drin.»

Die Curlerinnen qualifizierten sich auch mit ihrer Leistung für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Deswegen richtete auch Swiss Olympics einige Worte an die WM-Heldinnen: «Wir gratulieren ganz herzlich und hoffen auf einen ähnlichen Turnierverlauf in Beijing 2022.»

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