Leichtathletik
Wegen Dopings: Sprinter Alex Wilson für vier Jahre gesperrt

Der Schweizer Leichtathlet ist des vorsätzlichen Dopings schuldig gesprochen worden. Ihm droht das Karriereende.

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Alex Wilson ist für schuldig befunden worden.

Alex Wilson ist für schuldig befunden worden.

Keystone

Der Schweizer Sprinter Alex Wilson ist von der Disziplinarkammer des Schweizer Sports (DK) wegen vorsätzlichen Dopings zu einer vierjährigen Sperre verurteilt worden. Zusätzlich muss der 31-Jährige eine Geldzahlung in Höhe von insgesamt 13'750 Franken leisten. Dies teilte Swiss Olympic am Dienstag mit.

Der Entscheid fusst auf einer positiven Dopingkontrolle vom 15. März 2021, bei der Wilson ein Abbaustoff von Trenbolon nachgewiesen worden war. Dieses stark muskelaufbauende Hormon figuriert auf der Liste der verbotenen Substanzen. Das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, kann noch weitergezogen werden. Innerhalb von 21 Tagen kann der Sprinter Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (TAS) einlegen.

Wilson hatte stets angeführt, die gefundenen Spuren des Steroids seien auf den Verzehr grosser Mengen kontaminierten Fleisches in Las Vegas zurückzuführen, weshalb die am 28. April 2021 ausgesprochene provisorische Sperre am 18. Mai 2021 zeitweilig ausgesetzt worden war. Die DK folgte der Erklärung des Sportlers aber nicht – ebenso wenig wie dessen Verdacht, Opfer eines Sabotageaktes gewesen zu sein. Ob Wilson seine Karriere überhaupt wieder fortsetzen kann, ist ungewiss. (dur)