Handball
Nach Yellow-Cup-Absage: Schweizer Handballer testen gegen Deutschland

Der Yellow Cup fällt auch in diesem Jahr dem Coronavirus zum Opfer. Die Handball-Nati sucht stattdessen eilig nach Testspielgegnern – und ist bereits einmal fündig geworden.

Dan Urner
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Die Schweizer Handball-Nati testet am Freitag gegen Deutschland. Hier im Bild: Eine Szene beim Aufeinandertreffen an der Qualifikation für die EM 2018.

Die Schweizer Handball-Nati testet am Freitag gegen Deutschland. Hier im Bild: Eine Szene beim Aufeinandertreffen an der Qualifikation für die EM 2018.

Keystone

Seit Mittwoch ist es traurige Gewissheit: Der Yellow Cup fällt zum zweiten Mal in Folge aus. Dies teilte der Schweizerische Handball-Verband (SHV) mit. Wie schon im vergangenen Jahr ist mit der Corona-Pandemie eine naheliegende Ursache gefunden. Weil mit Portugal und Montenegro – beide Teams können aufgrund mehrerer Infektionen nicht zum Turnier anreisen – gleich zwei von vier teilnehmenden Teams verhindert sind, fehlt einer Austragung des Wettbewerbs schlicht die Grundlage.

Die insgesamt 49. Auflage des Turniers, das vom 7. bis zum 9. Januar in Winterthur hätte stattfinden sollen, werde auf den Jahreswechsel 2022/23 verschoben, erklärte der SHV. Die Enttäuschung bei allen Beteiligten sei enorm. «Das ganze Organisationskomitee hat alles darangesetzt, trotz der schwierigen Lage eine Austragung zu ermöglichen.»

Am Freitag gegen Deutschland

Der SHV prüfe aktuell ein Ersatzprogramm, teilte der Verband weiter mit – und wurde auf der Suche nach alternativen Testspielgegnern zeitnah fündig. Die von Michael Suter trainierte Nati trifft am Freitag, an dem ursprünglich der Startschuss zum Yellow Cup hätte fallen sollen, um 16 Uhr in Mannheim auf Deutschland. Die Partie wird in der ARD zu sehen sein, gab der Handball-Verband in der einschlägigen Medienmitteilung bekannt.

Gemäss SHV-Sportchef Ingo Meckes freue man sich «auf die sportlich tolle Alternative und schätzen die unkomplizierte und freundschaftliche Partnerschaft mit dem DHB (Deutscher Handball-Bund) sehr», hiess es im Communiqué. Für Deutschland, das im Gegensatz zur Schweiz für die am 13. Januar beginnende Europameisterschaft qualifiziert ist, kam die Schweizer Anfrage indes gerade optimal zupass, hatte Serbien doch seine beiden Testspiele gegen das DHB-Team abgesagt.

Die Nati will noch am Freitagabend in die Schweiz zurückkehren. Dann soll am Wochenende ein zusätzliches Freundschaftsspiel folgen, möglichst vor heimischem Publikum. Der Verband sei mit einem Ersatz-Gegner in Kontakt, liess der SHV verlauten. Am Donnerstagvormittag ist eine virtuelle Pressekonferenz seitens des Verbandes angesetzt – vielleicht steht dann ein weiterer Gegner fest.

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