Handball
3:0 in der Finalserie: Schaffhausen krönt sich im Eiltempo zum Schweizer Meister

Die Kadetten stossen den amtierenden Meister Winterthur vom Thron und werden zum zwölften Mal Schweizer Handball-Meister. Pfadi verliert nach dem Cup-Endspiel auch den zweiten grossen Final der Saison.

Dan Urner
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Die Kadetten Schaffhausen sind zum zwölften Mal Schweizer Handball-Meister.

Die Kadetten Schaffhausen sind zum zwölften Mal Schweizer Handball-Meister.

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Die Kadetten Schaffhausen haben sich im Eiltempo zurück auf den Schweizer Handball-Thron gehievt. Die Munotstädter gewannen Spiel drei des Playoff-Finals gegen den amtierenden Champion Pfadi Winterthur mit 29:26 und stehen bereits als vorzeitiger Sieger der Best-of-Five-Serie fest. Schon die ersten beiden Partien hatte Schaffhausen deutlich für sich entschieden.

Die Kadetten revanchierten sich damit für die deutliche Vorjahrespleite, als Winterthur dem jahrelangen Dominator des Schweizer Handballs eine glatte 0:3-Finalniederlage beigebracht und erstmals seit 2004 wieder die begehrte Meister-Trophäe errungen hatte. Für Schaffhausen ist es gesamthaft der zwölfte Titel.

Folgerichtig erscheint der Triumph nicht allein ob des souveränen Finalauftritts – schon in der Hauptrunde hatten sich die Kadetten als mit Abstand stärkste Equipe behauptet. Herausragende 22 von 25 Spielen hatte die von Adalsteinn Eyjolfsson trainierte Mannschaft für sich entschieden.

Für Winterthur endet die Saison hingegen unbefriedigend: Die Kantonszürcher stehen trotz zweier Finalteilnahmen schlussendlich mit leeren Händen da. Schon das Cup-Endspiel hatte das Team von Trainer Goran Cvetkovic mit 28:30 gegen GC verloren. Da war Pfadi dem Titel indes noch äusserst nahegekommen – der Final der Meisterschaft ging in Summe deutlich weniger spannend und dramatisch zu.

Die Schaffhauser liessen, mit den zwei klaren Siegen im Rücken, vor heimischem Publikum nichts mehr anbrennen, wenngleich Pfadi einen effizienteren Eindruck als in den ersten zwei Aufeinandertreffen erweckte. Das erste Spiel in Schaffhausen hatte Pfadi noch mit 19:30, den zweiten Match in eigener Halle mit 20:28 verloren.

Schaffhausen verwaltet den Vorsprung

Pfadi (weisses Trikot) zeigte im dritten Finalspiel eine ordentliche Leistung, zog aber letztlich den Kürzeren.

Pfadi (weisses Trikot) zeigte im dritten Finalspiel eine ordentliche Leistung, zog aber letztlich den Kürzeren.

Keystone

Zunächst hielten sich beide Teams die Waage, doch gegen Ende der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Hausherren einen stabilen Vorsprung, den sie nicht mehr preisgaben. Schaffhausen schaltete frühzeitig in einen Verwaltungsmodus, geriet aber nicht mehr entscheidend in Bedrängnis. Erst in den Schlusssequenzen keimte etwas Spannung auf, als Winterthur das Risiko erhöhte.

Dass die Gäste mit Roman Sidorowicz, der insgesamt achtmal traf, den Topskorer der Partie stellten, fiel letztlich nicht ins Gewicht. Bester Werfer der Schaffhauser war Samuel Zehnder, der allein vier seiner fünf Tore von der Siebenmeterlinie erzielte. Der linke Flügelspieler wechselt zur neuen Saison in die Bundesliga zum TBV Lemgo Lippe.