Super-G in Bormio
Norweger Kilde siegt überlegen – drei Schweizer in den Top Ten

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde gewinnt im vierten Super-G der Saison zum dritten Mal. Drei Schweizer landen in den Top Ten und sorgen für ein gutes Teamergebnis.

Gabriel Vilares
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Aleksander Aamodt Kilde fährt beim Super-G in Bormio der Konkurrenz davon.

Aleksander Aamodt Kilde fährt beim Super-G in Bormio der Konkurrenz davon.

Luciano Bisi / AP

Von den beiden Podestplätzen in der Abfahrt vom Vortag beflügelt, waren die Schweizer Hoffnungen auf einen erneuten Coup am Mittwoch gross. Beim Super-G im italienischen Bormio ruhten die grössten Hoffnungen auf Marco Odermatt. Der 24-jährige Nidwaldner fuhr in seinen letzten 10 Weltcup-Rennen gleich siebenmal aufs Treppchen – und das in drei verschiedenen Disziplinen.

Odermatt musste den Traum vom 21. Podestplatz nach zwei Fehlern begraben. Kurz vor dem San-Pietro-Sprung kostete ihn ein Patzer Tempo und kurz vor Schluss hatte er noch Glück, dass er das letzte Tor noch erwischte. «Das war zu direkt. Zum Glück habe ich es noch erwischt und alles korrekt passiert. Zuerst dachte ich noch, dass es nicht mehr reichen würde», so der Gesamtweltcup-Führende im TV-Interview.

Auf die Bestzeit des überragenden Norwegers Aleksander Aamodt Kilde betrug Odermatts Rückstand stattliche 1.43 Sekunden. «Das war so lala. Morgen versuche ich es besser zu machen. Es wird schwierig, Kilde zu schlagen.» Letztendlich war es der 8. Schlussrang.

Feuz bester Schweizer

Damit war Odermatt aber nur drittbester Schweizer. Einen Rang vor ihm platzierte sich Stefan Rogentin. Nach einem zunächst gemächlichen Start steigerte er sich kontinuierlich. Als bester Schweizer klassierte sich Beat Feuz auf dem 5. Rang. Der 34-jährige Emmentaler, der bei der Abfahrt noch ausschied, durfte sich zufrieden zeigen. Auf das Podest fehlten lediglich 27 Hundertstel. «Es erstaunt mich selber ein wenig, dass ich im Super-G so gut mithalten kann. Es freut mich, dass meine Form stimmt.»

Gegen Kilde ist am Mittwochvormittag kein Kraut gewachsen. Bei seinem 10. Weltcupsieg distanziert er die Konkurrenz um 72 Hundertstel.

Auf dem Podest nehmen neben ihm mit Raphael Haaser und Vincent Kriechmayr zwei Österreicher Platz. Mit Gino Caviezel (11.), Loïc Meillard (15.), Justin Murisier (29.) und Urs Kryenbühl (29.) fuhren weitere Schweizer in die Punkteränge. Bereits am Donnerstag steht in Bormio der nächste Super-G auf dem Programm.

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