Zweite Welle
Zu wenig Personal: Zweite Welle überrollt die Spitex

Nach den Spitälern schlägt nun auch die Spitex Alarm: Angesichts des Personalmangels könne diese die Spitäler nicht mehr lange entlasten, sagt Geschäftsführerin Marianne Pfister.

Merken
Drucken
Teilen
In Zusammenarbeit mit den Kantonsärzten wird derzeit Personal aus der Quarantäne geholt. (Symbolbild)

In Zusammenarbeit mit den Kantonsärzten wird derzeit Personal aus der Quarantäne geholt. (Symbolbild)

Keystone

(wap) In zwei von drei Kantonen gebe es bei der Spitex Personalengpässe. Immer mehr Spitex-Organisationen seien gezwungen, Personal in Zusammenarbeit mit den Kantonsärzten vorzeitig aus der Quarantäne zu holen. Dies sagte die Geschäftsführerin von Spitex-Schweiz, Marianne Pfister, in einem am Dienstag gesendeten Interview mit Radio SRF 1.

Die Situation sei schlimmer als während der ersten Welle im Frühling. Weil die Spitäler voll seien, müsse man so viele Patienten wie möglich so lange wie möglich zu Hause pflegen. Im Gegensatz zum Frühling treffe die zweite Welle nun aber auch das Personal, das krank werde und ausfalle. Noch könne die Spitex die Spitäler entlasten, dies gehe aber nicht mehr lange. «Wir fordern, dass Bund und Kantone alles unternehmen, damit Fallzahlen gesenkt werden können», sagte Pfister.

Auf die Frage, ob die Spitex es versäumt habe, den Personalbestand rechtzeitig zu erhöhen, antwortete Pfister: «Wir haben nicht damit gerechnet, dass die zweite Welle so ausfällt, wie sie jetzt ausfällt». Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes hatte am 3. Juli eine rasche Reaktion auf die stark ansteigenden Fallzahlen gefordert, da es sonst zu einer zweiten Welle komme.