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Coronalage in Bern: Viel weniger Tests, Grossbritannien-Variante aufgetaucht

Am Neujahrstag wurde im Kanton Bern viel weniger getestet als an den Tagen zuvor. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Grossbritannien-Variante im Kanton aufgetaucht ist.

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Tests im Kanton Bern: Im neuen Jahr wurden nur rund 1000 Tests durchgeführt, an den Tagen zuvor waren es deutlich mehr. (Archivbild)

Tests im Kanton Bern: Im neuen Jahr wurden nur rund 1000 Tests durchgeführt, an den Tagen zuvor waren es deutlich mehr. (Archivbild)

Keystone

(wap) Bis Samstagmorgen 08.00 Uhr wurden im Kanton Bern 181 Neuinfektionen und sechs Todesfälle von Infizierten gezählt. Die am Samstag auf einer kantonalen Infosite publizierten Zahlen beziehen sich auf einen Zeitraum von 24 Stunden. In den letzten Tagen waren jeweils um die 400-500 Infektionen pro Tag gemeldet worden. Die Zahlen zeigen aber kein Abebben der zweiten Welle, wie ein Blick auf die Anzahl durchgeführter Tests zeigt. Waren am Neujahrstag noch 3600 Tests gemeldet worden, waren es am Berchtoldstag nur noch 1062.

Ebenfalls am Samstag meldete der Kanton den ersten Fall, bei dem das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien gefunden wurde. Das Virus sei bei einem neunjährigen Schüler festgestellt worden, der mit seiner Mutter in London lebe und dort zur Schule gehe. Die Schule sei im Dezember nach dem Auftreten von mehreren Coronafällen geschlossen und die Schüler in Quarantäne geschickt worden. Nach Ablauf der Quarantäne reisten Mutter und Sohn in die Schweiz. Hier angekommen, habe die Mutter am 20. Dezember Symptome entwickelt. Gemäss Angaben des Kantons erhielt sie eine Isolationsanordnung, ihr Sohn wurde jedoch vorerst nicht getestet.

Erst am 26. Dezember wurde auch der Sohn getestet und eine Sequenzierung der Virus-DNA durchgeführt. Dabei wurde das Grossbritannien-Virus festgestellt. Beide seien nun bis am 6. Januar in Quarantäne, so die Mitteilung. Danach würden sie nach London zurückfliegen. Seit der Einreise der beiden habe es keine weiteren Kontakte gegeben.

Ebenfalls am Samstag hatte der Kanton Tessin gemeldet, dass bei einem Test die ebenfalls hochansteckende Südafrika-Variante festgestellt worden sei. Die betroffene Person befinde sich in Isolation.

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