Wiederaufbau
40 Staatsoberhäupter eingeladen: Cassis verrät am WEF die Ziele der Ukraine-Konferenz in Lugano

Die internationale Konferenz in Lugano soll den Auftakt zum Wiederaufbauprozess der Ukraine markieren, wie Bundespräsident Ignazio Cassis und der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal am Dienstag erklärten.

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Bundespräsident Ignatio Cassis und der per Video zugeschaltete ukrainische Premierminister Denys Shmyhal informierten am WEF über die Ukraine-Konferenz, die im Juli in Lugano stattfindet.

Bundespräsident Ignatio Cassis und der per Video zugeschaltete ukrainische Premierminister Denys Shmyhal informierten am WEF über die Ukraine-Konferenz, die im Juli in Lugano stattfindet.

Keystone

40 Staatsoberhäupter und 18 internationale Organisationen sind an die «Ukraine Reform Conference» eingeladen, die am 4. und 5. Juli in Lugano stattfindet. Das gab Bundespräsident und Aussenminister Ignazio Cassis am Dienstagabend an einer Medienkonferenz im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) bekannt. Per Video zugeschaltet richtete auch der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal einige Worte an die Medien.

Der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal.

Der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal.

Screenshot

An der Konferenz wolle man einen Plan für den Wiederaufbau der Ukraine vorstellen, sagte Shmyhal: «Wir werden alles dafür tun, dass die Städte wiederaufgebaut werden und die ukrainische Bevölkerung zurückkehren kann.» Vor der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft liege eine Menge Arbeit, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Beiträge der internationalen Gemeinschaft, auch finanzieller Art, werden ebenfalls an der Konferenz diskutiert. Auf der Traktandenliste stehen insbesondere ein Austausch über Prioritäten, Methoden und Prinzipien des Wiederaufbaus und dessen Gestaltung in den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Umwelt und Soziales.

Wie viel Geld die Schweiz gibt, ist noch unbekannt

Bundespräsident Ignazio Cassis.

Bundespräsident Ignazio Cassis.

Screenshot

Bundespräsident Cassis sagte vor den Medien, die Konferenz sei nur der Auftakt zum Reformprozess der Ukraine. Dieser werde Jahre andauern. Noch nicht äussern konnte sich der Bundespräsident zur Höhe der finanziellen Beiträge der Schweiz: «Da könnte man nur spekulieren.» Zu Beginn müsse man sauber analysieren, welche Bedürfnisse herrschten. Bevor dies nicht getan sei, könne man nur «Fantasiezahlen nennen». Auch, was die Verwendung von eingefrorenen Geldern russischer Oligarchen zum Wiederaufbau betrifft, sei noch nichts entschieden.

An der Konferenz werden sowohl der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski als auch Premierminister Shmyhal teilnehmen. In welcher Form, ob virtuell oder sogar persönlich, werde wohl aus Sicherheitsgründen erst wenige Stunden vor Beginn der Konferenz bekannt werden, erklärte Cassis. (aka)