Fachkräftemangel
Wer in der Schweiz den Abschluss macht, soll auch hier arbeiten dürfen

Master-Absolventen oder Doktorierende aus Drittstaaten sollen künftig unbürokratisch in der Schweiz arbeiten dürfen und von den Höchstzahlen für Aufenthaltsbewilligungen ausgenommen werden.

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In der Schweiz ausgebildete Fachkräfte sollen erleichtert hier bleiben und arbeiten können. (Symbolbild)

In der Schweiz ausgebildete Fachkräfte sollen erleichtert hier bleiben und arbeiten können. (Symbolbild)

Keystone

«Wenn die Schweiz teure Spezialisten ausbildet, sollen sie auch hier arbeiten können»: Eine Motion mit diesem Titel hat das Parlament 2019 angenommen. Diese kritisierte, dass hierzulande ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten das Land verlassen müssen, wenn sie aufgrund von ausgeschöpften Kontingenten nach ihrem Abschluss nicht direkt angestellt werden können - dies trotz Fachkräftemangel.

Jetzt will der Bundesrat den Auftrag umsetzen, wie es in einer Mitteilung des Justiz- und Polizeidepartements heisst. An seiner Sitzung vom Mittwoch hat der Bundesrat demnach beschlossen, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Studierende mit Masterabschluss sowie Doktorierende aus Drittstaaten einfacher in der Schweiz bleiben und arbeiten dürfen.

Konkret sollen diese von den jährlichen Höchstzahlen für Aufenthaltsbewilligungen ausgenommen werden, sofern «ihre Erwerbstätigkeit von hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse ist», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Aktuell ist es für ausländische Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen lediglich möglich, vom Inländervorrang ausgenommen zu werden. Der Bundesrat hat nun die Vernehmlassung für die vorgeschlagene neue Regelung eröffnet. Diese dauert bis im Februar 2022. (agl)

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