Verhalten ändern
Einfach Energie sparen: Bundesrat soll zeigen, wie es geht

Die Bevölkerung soll ihr Verhalten ändern und so Energie sparen. Das ist das Ziel des Ständerats. Der Bundesrat soll die Bevölkerung dabei unterstützen.

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Ein Grad weniger heizen, kann den Energieverbrauch stark reduzieren. Nun soll die Bevölkerung ihr Verhalten ändern.

Ein Grad weniger heizen, kann den Energieverbrauch stark reduzieren. Nun soll die Bevölkerung ihr Verhalten ändern.

Keystone

Auch wegen des Ukraine-Krieges nehmen die Diskussionen über mögliche Strom- und Energieengpässe in der Schweiz zu. Bundesrat Guy Parmelin erklärte erst am Montag gegenüber der NZZ, welche Massnahmen der Bund bei einem Gas-Mangel ins Auge fassen würde. Dazu gehören auch Sparappelle an die Bevölkerung. Denn ein Grad weniger heizen, könne den Verbrauch schon stark reduzieren.

In die gleiche Kerbe schlug am Donnerstag der Ständerat. Er stimmte stillschweigend einer Motion zu, in der es um kurzfristige Energiesparmassnahmen geht. Diese sollen eine Änderung von Gewohnheiten beabsichtigen, fordert Motionär Othmar Reichmuth (Mitte/SZ). Auch der Bundesrat sprach sich für den Vorstoss aus. Nun liegt der Ball beim Nationalrat.

Reichmuth denkt etwa an Anreize zur Verhaltensänderung, Informations- und Sensibilisierungskampagnen. Denn bislang werde Energiesparen beim Bund oft nur mit der Förderung von effizienteren Geräten oder Wärmedämmung gleichgesetzt. «Dampfkochtöpfe wissen viele nicht richtig zu benutzen und Stosslüften, statt gekippter Fenster, ist oftmals eine leere Phrase», schreibt der Schwyzer in seinem Vorstoss. Für ihn ist klar: Solche Massnahmen wirken nicht nur schnell, sie sind auch kostengünstig und schränken den Komfort nicht wesentlich ein. (abi)