Umwelt
Mit dem Helikopter von Bern nach Zermatt zum Skifahren - Schmähpreis für unökologisches Reiseangebot

Der Umweltverein Alpen-Initiative vergibt ihren diesjährigen Schmähpreis «Teufelsstein» an die Firma Swiss Helicopters. Diese bietet Heliskiing in Zermatt an – mit Start in Bern-Belp.

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Den Schmähpreis «Teufelsstein» gibt es dieses Jahr für ein Heliskiing-Angebot. (Symbolbild)

Den Schmähpreis «Teufelsstein» gibt es dieses Jahr für ein Heliskiing-Angebot. (Symbolbild)

Keystone

Eine Vierergruppe verursache für einen der Heliskiingflüge von Bern-Belp nach Zermatt und zurück CO2-Emissionen von 32,3 Kilogramm pro Person, schreibt die Alpen-Initiative am Dienstag in einer Mitteilung. Das sei 13 Mal mehr als die «umweltschonende und lärmarme Reise Bern-Zermatt retour per Zug». Angesichts der ausgebauten Skiinfrastruktur in Zermatt sei das Heliskiing-Angebot «umso absurder».

Auserkoren wurde Swiss Helicopters von fast 7000 Personen, die online für mehrere vom Verein vorgeschlagene «Kandidaten» voten konnten. Zu ihnen gehörten auch die Grossverteiler Coop und Migros – Ersterer, weil er Gemüse aus Kenia importiert, Letzterer, weil er Einweg-Rührstäbchen aus China verkauft.

Das Gegenstück zum «Teufelsstein» ist der «Bergkristall», der für besonders ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften vergeben wird. Er geht in diesem Jahr an das Walliser Unternehmen «Auprès de mon arbre». Dieses baut aus in Walliser Wäldern geschlagenem Holz Wohnungen und Häuser ohne Leim, Nägel und Chemikalien. «Das Unternehmen lagert so nicht nur CO2 ein, sondern schafft auch eine nachhaltige, regionale Wertschöpfung», teilt die Alpen-Initiative mit, die sich für den Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr einsetzt. (wap)