Umwelt
Borkenkäfer ist auf dem Vormarsch: Leidtragender ist der Schweizer Wald

Der Borkenkäfer setzt den Wäldern hierzulande immer mehr zu. Letztes Jahr gingen 29'000 Käfer in eine Insektenfalle. Das ist ein neuer Rekordwert. Und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht.

Drucken
Teilen
So unscheinbar er scheinen mag, so verheerend sind die Schäden, die der Borkenkäfer anrichtet.

So unscheinbar er scheinen mag, so verheerend sind die Schäden, die der Borkenkäfer anrichtet.

Keystone

Der Borkenkäfer ist auf dem Vormarsch. 2020 sorgte eine ungünstige Konstellation dafür, dass seine Zahl in Schweizer Wäldern weiter stieg. Dies zeigt ein am Donnerstag veröffentlichter Überblick von Waldschutz Schweiz. 2018 hatte die starke Trockenheit viele Bäume geschwächt oder abgetötet – eine ideale Brutstätte für Borkenkäfer. Zu Jahresbeginn 2020 zerstörten dann Winterstürme weitere Bäume. Ein darauf extrem trockener April verhinderte eine Erholung. Zudem überlebten viel mehr Käfer als gewöhnlich den sehr warmen Winter.

Mit Folgen: Die mittlere Zahl der in Insektenfallen gefangenen Borkenkäfern habe mit 29'000 Individuen einen Höchststand erreicht, heisst es in der Mitteilung. Erfreulich: Auch die Zahl der natürlichen Feinde des Borkenkäfers wie Spechte oder Schlupfwespen hat zugenommen. Die bessere Wasserversorgung der Fichte könne zudem ihre Abwehrkräfte stärken. Dennoch erwartet die Fachstelle Waldschutz Schweiz ein intensives Käferjahr 2021. (rwa)

Aktuelle Nachrichten