Tag der Arbeit
Zürcher Stadtpolizei geht gegen unbewilligte 1-Mai-Demo vor – in Bern lässt man sie gewähren

Die Zürcher Stadtpolizei hat am Samstagnachmittag eine illegale Demonstration eingekesselt. In Bern wurden Corona-Skeptiker weggewiesen, eine 1. Mai-Demo durfte durch die Stadt ziehen.

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(abi) Kurz nach 14 Uhr formierte sich in Zürich ein unbewilligter Demonstrationszug. Daraufhin teilte die Stadtpolizei auf Twitter mit, ein Umzug würde nicht toleriert. Schliesslich kesselte die Polizei die Demonstranten gemäss verschiedenen Medienberichten ein, kontrollierte und entliess sie laufend aus dem Kessel. Schaulustige wurden aufgefordert, genügend Abstand zum Einsatz einzuhalten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Die Stadtpolizei zeigte in Zürich Präsenz und löste eine unbewilligte Demonstration auf.

Die Stadtpolizei zeigte in Zürich Präsenz und löste eine unbewilligte Demonstration auf.

Bild: Keystone

Gegen 16 Uhr wurde ein zweiter Demonstrationszug gestoppt. Laut Angaben der Stadtpolizei Zürich wurden mehrere hundert Demonstrierende kontrolliert, weggewiesen und verzeigt. Dabei seien pyrotechnische Gegenstände gezündet und auch Flaschen geworfen worden. Es sei auch kurzem Gummischrot-Einsatz gekommen. Drei Personen wurden festgenommen.

Corona-Gegner in Bern

Ebenfalls aufgelöst wurde am frühen Nachmittag eine Gruppe beim Bahnhof in Bern. Mehrere Personen hätten sich ohne Schutzmassnahmen versammelt und seien deshalb weggewiesen worden, teilte die Kantonspolizei Bern auf Twitter mit. Gemäss verschiedenen Medienberichten handelte es sich dabei um Gegner der Coronamassnahmen.

Die Polizei wies am Bahnhof Bern mehrere Corona-Skeptiker weg.

Die Polizei wies am Bahnhof Bern mehrere Corona-Skeptiker weg.

Bild: Keystone

Dafür liess die Polizei einen 1.-Mai-Demoumzug durch die Berner Innenstadt gewähren. Die Maskentragepflicht werde offensichtlich eingehalten, schrieb die Polizei auf Twitter. Sie würde die Lage beobachten und bleibe präsent. Schliesslich löste sich der Umzug gegen 16 Uhr auf.

"Fight the power, fight the system" - unbewilligte 1.-Mai-Kundgebung in Bern

Keystone