Statistik
Zuwanderung aus Drittstaaten nahm 2021 wieder zu

Während die Zuwanderung aus EU/EFTA-Staaten im letzten Jahr rückläufig war, nahm sie bei Drittstaatenangehörigen zu. Der Saldo bleibt damit insgesamt stabil.

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Das Wanderungssaldo blieb im letzten Jahr insgesamt stabil. (Symbolbild)

Das Wanderungssaldo blieb im letzten Jahr insgesamt stabil. (Symbolbild)

Keystone

Ende Dezember 2021 lebten knapp 2,2 Millionen Ausländerinnen und Ausländer dauerhaft in der Schweiz. Wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte, kamen im letzten Jahr 61'500 Personen dazu. Aus der EU und der EFTA wanderten rund 95'000 Personen in die Schweiz ein, das sind 3000 weniger als im Vorjahr. Derweil gab es bei der Zuwanderung aus Drittstaaten eine Zunahme von rund 7700 auf insgesamt rund 47'000 Personen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Asien und Ozeanien, 28 Prozent aus Afrika und Amerika.

Gleichzeitig haben rund 74'000 Personen aus der ausländischen Wohnbevölkerung die Schweiz im letzten Jahr verlassen, 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut dem SEM ist dies hauptsächlich auf die Auswanderung von Drittstaatenangehörigen zurückzuführen. Die Kontingente von Aufenthaltsbewilligungen für Personen aus Drittstaaten, die in der Schweiz arbeiten wollen, wurden letztes Jahr nicht vollständig ausgenutzt. So wurden bis Ende Jahr 73 Prozent der Kurzaufenthaltsbewilligungen und 80 Prozent der Aufenthaltsbewilligungen beantragt.

Letztes Jahr liessen sich zudem rund 37'000 Ausländerinnen und Ausländer einbürgern. Fast die Hälfte stammte aus den Nachbarländern Deutschland, Italien und Frankreich. (agl)